Schwarzwälder Schüler im Vorderfeld

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Do, 01. März 2018

Skilanglauf

"Jugend trainiert für Olympia": Beim Bundesfinale in Schonach erkämpft sich das Kreisgymnasium Hochschwarzwald Rang sieben.

SKISPORT. Sie mögen ihre Schule. Das zeigen die drei jungen Langläuferinnen vom Kreisgymnasium Hochschwarzwald nicht nur bei ihrem beherzten Einsatz in der Loipe. Leonie Maier (12), die gleichaltrige Dana Horngacher und Lotta Schelb (11) demonstrieren das auch während und nach dem Rennen: Auf die grünen Tapes, mit denen sie ihre Wangen und Nasen vor der bissigen Kälte zu schützen versuchen, haben die Mädels "KGH" und ein Herz gemalt.

Ihre männlichen Kollegen verzichten auf den Kälteschutz und damit auch auf das schmückende Beiwerk. "Es war schon kalt", sagt Matthis Maier nach seiner Staffelrunde über zwei Kilometer. Elf Grad Kälte hat’s im Schonacher Wittenbach gestern um die Mittagszeit und Wind, dagegen kann die Sonne am strahlend blauen Himmel wenig ausrichten.

Wichtiger ist Matthis, dass seine vom Papa gewachsten Ski gut liefen. An denen liegt’s nicht, dass er auf der Strecke "von zwei überholt worden" ist. Das lag daran, dass er erst zehn ist und manche seiner Konkurrenten zwei Jahre älter sind. So wie seine Schwester Leonie, die Startläuferin der KGH-Staffel. Sie wechselte als Vierte auf ihren Bruder, nach Matthis ging Dana Horngacher an Position sechs ins Rennen und lief die viertbeste Zeit in ihrer Runde. Schlussläufer Jan Fischer spurtete später als Siebter ins Ziel. 28:05,5 Minuten brauchten die Kreisgymnasiasten aus Titisee-Neustadt für je zwei Runden im klassischen und im Skating-Stil.

Im Techniksprint am Dienstag über 1,5 Kilometer waren sie mit ihrer Zeit von 22:22,9 Minuten ebenfalls Siebter geworden. Für das Mannschaftsergebnis kamen die Laufzeiten von Leonie Maier (5:12,3) – die 13. aller 141 Starter –, Dana Horngacher (5:25,5), Jan Fischer (5:49,0) und dem elfjährigen Nordischen Kombinierer Mika Ketterer (5:56,1) in die Wertung. Matthis Maier verlor Zeit, als er auf dem Technikparcours im Slalom einfädelte.

Auch im Endklassement der gemischten Mannschaften des Wettkampfs IV belegt das Kreisgymnasium Hochschwarzwald mit der Gesamtzeit von 50:28,4 Minuten den siebten Platz und landet damit im ersten Drittel der 25 Mannschaften aus ganz Deutschland. Die Bundessieger vom "Glückauf"-Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg in Sachsen waren 4:20 Minuten schneller. KGH-Lehrer Stefan Hodde ist sehr zufrieden mit seinen Schülerinnen und Schülern: "Alle haben sich gut verkauft." Und er dankt für "die tolle Unterstützung von Eltern und Vereinen beim Wachsen" und Betreuen.

Als "tollen Erfolg" wertet Sportlehrer Otmar Kolb den fünften Platz seines gemischten Teams vom Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten. Jannis Dold, Sven Kolb, Louisa Haag und Mara Eckerle sind im Techniksprint und in der Staffel jeweils Fünfte geworden. Ihre Gesamtzeit beträgt 48:44,1 Minuten, der Rückstand auf die drittplatzierten Hessen nur 22 Sekunden und auf Rang vier ganze 3,3 Sekunden. Aber "wir haben das interne Duell gewonnen", sagt Kolb augenzwinkernd zum Vergleich mit den Hochschwarzwäldern. In den vier gemeinsamen Tagen in Schonach habe sich eine schöne Gemeinschaft gebildet.

Im Wettkampf III der Jungen wurde das Thomas-Strittmatter-Gymnasium St. Georgen unter 24 Mannschaften Siebter.

Bei den Skispringern kämpften zwölf Regionalteams um den Bundessieg. Ihre beiden Wettkämpfe richtete der SC Schönwald auf der Schülerschanze aus. Am Dienstag gingen bei minus 12 Grad 63 Jungen und Mädchen über den Bakken. Für das Regionalteam Schwarzwald sprangen Nico Ketterer, Christopher Stommer, Amadeus Horngacher, Marlon Dengler und Jannik Dieterle. In der Mannschaftswertung des Einzelspringens kamen die jungen Schwarzwälder, unter denen mehrere Neulinge sind, auf den neunten Platz. Gestern im Teamspringen wurden sie Zehnter, dies war auch ihr Endergebnis.

Für das Bundesfinale der alpinen Rennläufer hatte sich im Wettkampf IV eine Mädchen-Mannschaft des Kollegs St. Blasien qualifiziert. Stefanie Gfrörer, Antonia und Sophia Spitz, Elisa Thißen und Cosima Günther kamen beim Vielseitigkeitslauf in Urach auf Rang sieben. Im Teamwettbewerb tags darauf in Schonach wurden sie Sechster. In der Gesamtwertung reichte es für die Kolleg-Schülerinnen zum siebten Platz.