Schwerer Sturz in Hinterzarten

Schwarzwälder Skispringerin Svenja Würth erleidet Kreuzbandriss

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Di, 19. Dezember 2017 um 14:57 Uhr

Skispringen

Für die Schwarzwälder Skispringerin Svenja Würth ist die Saison beendet. Beim Heimweltcup in Hinterzarten zog sich die 24-Jährige einen Kreuzbandriss zu.

Die Schwarzwälder Skispringerin Svenja Würth hat sich beim Weltcup in Hinterzarten noch schwerer verletzt als befürchtet. Die 24-Jährige vom SV Baiersbronn zog sich bei ihrem Sturz am Samstag während des Teamwettbewerbs auf ihrer Heimatschanze einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden im linken Knie zu. Der Olympia-Winter ist für die Mixed-Weltmeisterin damit beendet.

Schwerer Sturz im stumpfen Schnee

Würth war bei ihrem Sprung weit nach rechts abgekommen. Sie landete im stumpfen Schnee. Ihr linker Ski verkantete, sie stürzte und schlidderte schließlich noch mit dem Rücken voran gegen die Bande der Adlerschanze. Sie wurde zunächst ins Krankenhaus von Titisee-Neustadt gebracht. Weitere Untersuchungen in Freiburg und in München führten dann zu der bitteren Diagnose. Die Schwarzwälderin wäre eine aussichtsreiche Medaillenkandidatin für die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) gewesen. Schon vor zweieinhalb Wochen hatte sie sich mit den Plätzen fünf und sieben im norwegischen Lillehammer für die Spiele qualifiziert.

Untersuchungen in Freiburg und München

Würth trainiert in Hinterzarten, sie hatte sich sehr auf ihren Heimweltcup – das erste Teamspringen in der Geschichte ihres Sports – gefreut. "Wir hatten gehofft, dass sie vielleicht mit konventionellen Methoden geheilt werden könnte. Doch sie muss operiert werden, wenn sie weiter skispringen und das Knie belasten will", sagte Andreas Bauer, der Bundestrainer der deutschen Skispringerinnen. Würth selbst gab sich kämpferisch: "Der erste Frust ist verdaut, ich blicke nach vorne – jetzt nicht mehr auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang, sondern auf die Weltmeisterschaft des Jahres 2019 im österreichischen Seefeld."