Podest nach Schrecksekunde

Christel Siegmund

Von Christel Siegmund

Mo, 19. März 2018

Ski Alpin

Leah Bühler vom SC St. Blasien bei Schüler-DM in Todtnau mit guten Nerven zu Slalom-Bronze / Lavinia Horning mit Mittelfeld-Plätzen.

SKI ALPIN. Bei der deutschen Schülermeisterschaft auf dem Weltcup-Hang in Todtnau-Fahl stellten sich auch die sieben alpinen Top-Athleten des Skiverbandes Schwarzwald (SVS) der Konkurrenz der deutschen Spitzenrennläufer. Rund 90 Athleten der Jahrgänge 2005 bis 2002 hatten sich qualifiziert.

Mit einem etwas verhaltenen Lauf in 57,22 Sekunden brachte sich Emilia Löffler (WSG Feldberg) in Durchgang eins im Vorderfeld des Riesenslalom-Ausscheids aussichtsreich in Position. Für eine Schrecksekunde sorgte die deutsche Super-G-Meisterin Leah Bühler (SC St. Blasien), als sie das berühmt-berüchtigte Kanonenrohr gerade hinter sich gebracht hatte, am Finaltor aber einfädelte und mit Aussicht einer möglichen Top-Ten-Zeit ins Ziel stürzte und disqualifiziert wurde. Löffler gelang im zweiten Lauf die viertbeste Zeit (56,08), die ihr mit 1:53,30 Minuten Rang acht im Gesamtklassement einbrachte. Ronja Wiesler (18./SC Münstertal – 58,13/57,56) kam als zweitbeste Schwarzwälderin in die Wertung, Laura Disch (ST Freiburg – 58,56/58,89) und Lavinia Horning (SC Muggenbrunn) folgten in dem mit 47 Fahrerinnen gestarteten Feld als 23. respektive 29. Horning hatte sich nach 1:00,27 im ersten Durchgang auf 59,79 gesteigert. Sophia Zitzmann (SC Gaissach – 54,56/55,19), Gewinnerin der diesjährigen Schülercup-Wertung, zeigte ihre Klasse und sicherte sich in Todtnau auch den Meistertitel.

In den männlichen Klassen waren nach dem Startdurchgang fünf Athleten innerhalb von drei Zehntelsekunden platziert, das versprach Spannung für das Finale. Der Allgäuer Hannes Amman ließ sich nicht beeindrucken, er sicherte sich souverän den Titel. Marco Behringer vom SC Fischbach gab Gas, ihn kostete ein Stolperer am Start wertvolle Zeit, doch er fuhr mit dem zweitschnellsten Lauf noch als Dritter aufs Podest, weit vor Jonas Schoch (SC Sasbach/33.) und Jakob Baum (SC Oberried/35.).

Dass sie die Disqualifikation vom Riesenslalom gut weggesteckt hatte, bewies Leah Bühler im Slalom. Der anspruchsvolle Meisterschaftskurs lichtete das Feld der Fahrerinnen schon im ersten Durchgang deutlich aus. Bühler befand sich mit 1,22 Sekunden Rückstand auf die Führende auf Rang sechs im Zwischenklassement (47,49), und auch Ronja Wiesler (49,01) als Neunte war ebenfalls noch in Nähe der vorderen Plätze. Mit der viertschnellsten Finalzeit (45,52) gelang Bühler anschließend der Sprung aufs Stockerl und die beste Slalomplatzierung der Saison. Sie blieb elf Hundertstel vor der Viertplatzierten und 1,24 hinter der Siegerin, der baden-württembergischen Doppelmeisterin Katharina Haas (SC Gerstetten). Ronja Wiesler (47,66) fiel um einen Rang zurück, blieb aber als Zehnte zweitschnellste des SVS. Laura Disch und Lavinia Horning fuhren als 15. beziehungsweise 18. ins Mittelfeld. Horning war nach 50,77 respektive 49,16 Sekunden im Ziel.

Der Slalom der Jungs ging mit Max Geissler-Hauber (SC Thalkirchdorf) ebenfalls ins Allgäu. Nach dem Ausscheiden von Marco Behringer und Jonas Schoch hatte der SVS mit dem Rennausgang nichts zu tun. Jakob Baum (20.) kam als einziger Schwarzwälder in die Wertung.