Drei Sorten Landegrün für die Weltelite

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Fr, 27. Juli 2018

Skispringen

GRÜN ist das Winterweiß des Sommers im Hinterzartener Adler-Skistadion. Bei Gluthitze werden am Freitag (Qualifikation) und Samstag (Einzel-Wettkampf) die weltbesten Skispringerinnen und Skispringer beim internationalen Sommer-Grand-Prix vom Bakken der altehrwürdigen Rothaus-Schanze abheben, deren Anlaufspur im kommenden Jahr mit Millionenaufwand saniert werden soll. Die Landezone der Weitenjäger besteht aus Millionen aufgefädelter Kunststofffäden, die zu Matten verknüpft und immer wieder bewässert, auf dem steilen Aufsprunghügel eine gleitfähige Landebahn bilden, deren Reibwert dem eines mit Schnee belegten Bakkens gleicht. Dort wo aus Steilheit die Hinterzartener Schanzentiefebene wird, erwartet die Skispringer im Auslauf binnen eines Wimpernschlag die Fahrt über dreierlei Grün. Angedockt an die letzte künstliche Mattenbahn (rechts) ist ein tannengrüner Teppichrand, der im Wohnzimmer der Skispringer dort endet, wo der Winter keine Chance hat: auf sommertrockenem Natur-Rasen.