Euphorie und Schrecken

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 22. Januar 2018

Snowboard

Jana Fischer löst Olympiaticket und stürzt am Sonntag schwer.

SNOWBOARDCROSS (okra). Jana Fischer vom SC Löffingen hat im türkischen Erzurum mit Platz acht im sechsten Snowboardcross-Rennen der Saison nicht nur ihre bestes Weltcup-Ergebnis eingefahren, sondern auch die letzten Zweifel an einer Olympiateilnahme beseitigt. Vor dem Wochenende in der Türkei hatte die 18-jährige Bräunlingerin, die im Frühjahr im Gymnasium Oberstdorf ihr Abitur machen wird, zwar einen internationalen Quotenplatz innegehabt, aber noch eine starke internationale Konkurrenz in die Schranken weisen müssen. Mit Erfolg – auch wenn Fischer auf dem nur 750 Meter langen Kurs ihre Probleme mit der Startsektion hatte.

"Das ist ein großer

Motivationsschub."

Fischer über Weltcuprang acht
"Die ist mir leider jedes Mal misslungen. Im Training hat es besser geklappt, aber ich war dann wohl in den K.o.-Läufen ein wenig zu nervös", erklärte Fischer. Allerdings konnte die Snowboard- crosserin des SC Löffingen sowohl im Achtel- als auch im Viertelfinale diese Schwäche mit einer rasanten Fahrt wettmachen und erreichte damit erstmals in ihrer noch jungen Weltcup-Karriere das kleine Finale. "Ich freue mich sehr über das Ergebnis. Das ist ein großer Motivationsschub für die kommenden Wochen", so Fischer. Ihre Teamkollegin Hanna Ihedioha (Geisenhausen, 20) war bereits im Achtelfinale ausgeschieden und wurde am Ende auf Rang 24 notiert. Bei den Männern war Paul Berg (Konstanz, 26) auf Rang 14 bester Deutscher. Konstantin Schad (Fischbachau, 30) verpasste das Wochenende in der Türkei aufgrund einer Virusinfektion. Sein Olympiastart ist allerdings nicht gefährdet.

Im zweiten Team-Snowboardcross-Rennen des Winters erwischten die deutschen Duos am Sonntag auf dem kurzen Kurs in der Türkei einen rabenschwarzen Tag. Nach einem unverschuldeten Sturz im Viertelfinale wurden Paul Berg und Martin Nörl auf Rang 14 notiert. Das Frauenteam Jana Fischer und Hanna Ihedioha (Geisenhausen, 20) konnte verletzungsbedingt gar nicht erst antreten und wurde als Achte gewertet.

Jana Fischer war im Training in einen im Kurs liegenden Fangzaun gekracht. Dabei zog sich die Snowboardcrosserin des SC Löffingen laut einer ersten äztlichen Diagnose wahrscheinlich eine leichte Gehirnerschütterung zu. Bundestrainer Bernhard Loer zeigte sich verärgert. "Da haben die Streckenposten nicht sauber abgewunken." Der Sieg bei den Frauen ging an das französische Spitzenteam Nelly Moenne Loccoz und Chloe Trespeuch. Bei den Männern setzten sich die Südtiroler Emanuel Perathoner und Omar Visintin durch.