WINTERSPORT

dpa/BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

Mo, 23. Januar 2017

Wintersport

SKISPRINGEN

Hoffnungsträgerinnen

Die deutschen Skispringerinnen haben auch ohne dritten Podestplatz in diesem Winter ein positives Fazit für das Wochenende im japanischen Zao gezogen. Nach dem vierten Rang von Weltmeisterin Carina Vogt am Freitag kam Katharina Althaus (92 und 96 Meter) am Samstag als beste Deutsche auf Rang fünf. In Althaus, Vogt (7.) und Svenja Würth aus Baiersbronn (13.), die am Samstag nur wegen eines Sturzes eine Top-Ten-Platzierung verpasste, haben die Skispringerinnen derzeit gleich drei Hoffnungsträgerinnen für die WM in Lahti (22. Februar bis 5. März). Ramona Straub aus Langenordnach belegte die Ränge 23 und 30. Doppelsiegerin in Zao wurde Yuki Ito (Japan).

SKILANGLAUF

Björgen trumpft auf

Norwegens Skilanglauf-Königin Marit Björgen hat sich mit einem eindrucksvollen Sieg zurückgemeldet. Im schwedischen Ulricehamn setzte sich die 36 Jahre alte Rekordweltmeisterin am Samstag über 10 Kilometer im freien Stil mit 10,7 Sekunden Vorsprung auf die Finnin Krista Parmakoski durch und feierte ihren 104. Weltcupsieg. Björgen war nach der Geburt ihres ersten Kindes zu Saisonbeginn in den Weltcup zurückgekehrt und hatte gleich beim Auftakt im finnischen Ruka einen Sieg gefeiert. Zuletzt gönnte sie sich seit Mitte Dezember eine Verschnaufpause. Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg) war als Zehnte mit 56,6 Sekunden Rückstand auf Björgen beste Deutsche. Stefanie Böhler (Ibach) lag als Elfte genau eine Minute hinter der Gewinnerin und schaffte mit diesem Resultat die WM-Norm.

Staffel auf Rang zwei

Die deutschen Langlauf-Frauen haben dank der Spurtstärke von Schlussläuferin Sandra Ringwald den ersten Podestplatz in dieser Saison erreicht. Beim Weltcup in Ulricehamn liefen Katharina Hennig, Stefanie Böhler, Victoria Carl und Ringwald am Sonntag in der Staffel über 4x5 Kilometer auf Platz zwei. Der Sieg ging ungefährdet an Norwegen mit Ingvild Flugstad Östberg, Heidi Weng, Astrid Jacobsen und Marit Björgen. Sie benötigten 50:33,3 Minuten und hatten 8,8 Sekunden Vorsprung vor dem deutschen Quartett. Dritte wurden die Schwedinnen mit 9,0 Sekunden Rückstand.

BOBSPORT

Lochner gewinnt

Einen knappen Monat vor Beginn der Heim-WM am Königssee (13. bis 16. Februar) sind die deutschen Zweierbobs weiterhin nicht zu schlagen. Vizeweltmeister Johannes Lochner (Stuttgart) baute beim Weltcup in St. Moritz die deutsche Siegesserie aus – und brach damit zugleich die Dominanz von Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg). Im vorolympischen Winter brachte damit jedes Zweierrennen mit deutscher Beteiligung einen deutschen Sieg. Im Viererbob ist Friedrich mit seinem Team auf Rang drei gefahren. Der Deutsche musste den Letten Oskars Kibermanis und Viererbob-Weltmeister Oskars Melbardis den Vortritt lassen. Kibermanis schnappte Friedrich auch die Startbestzeit weg und stellte eine Bahnbestzeit auf, die zuvor der viertplatzierte Johannes Lochner gehalten hatte.