"Wir schauen noch immer nach unten"

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Fr, 18. November 2016

Ringen

NACHGEFRAGT:Marc Viardot, Trainer WKG Weitenau-Wieslet.

RINGEN Regionalliga: WKG Weitenau-Wieslet – RKG Reilingen-Hockenheim, Samstag, 20 Uhr (zok). Die WKG Weitenau-Wieslet hat sich in der Spitzengruppe der Ringer-Regionalliga festgesetzt. Vor dem Heimkampf gegen Reilingen hat das Trainerduo David Muller und Marc Viardot zwar Personalsorgen, doch ist die WKG zuhause eine Macht.

BZ: Herr Viardot, Adelhausen und Hausen-Zell hoffen im Abstiegskampf auf einen WKG-Sieg gegen Reilingen. Wurde schon eine Belohnung ausgesetzt?

Viardot: Nein. Natürlich wollen wir, dass beide Teams in der Liga bleiben. Aber wir haben auch so viel Eigenmotivation, um zu gewinnen, da braucht es keinen zusätzlichen Anreiz.

BZ: Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt praktisch sicher und Sie könnten Sie sich entspannt zurücklehnen...

Viardot: Wir denken überhaupt noch nicht an Entspannung. Wir wollen unsere weiteren Heimkämpfe gewinnen und haben noch ein Derby in Hausen-Zell. Zwei Punkte gegen Reilingen sind extrem wichtig für den Klassenerhalt; wir wollen uns in der oberen Hälfte halten.

BZ: Sie bilden seit dieser Saison mit David Muller das Trainergespann der WKG. Wie gestaltet sich die Aufgabenteilung?

Viardot: Es funktioniert unglaublich harmonisch: Im Prinzip machen wir alles gemeinsam, entscheiden alles gemeinsam. Berufsbedingt ist öfters nur einer von uns beiden im Training. Anders wäre es für uns auch gar nicht machbar. Wir können uns die Aufgabe nur als Team vorstellen.

BZ: Die Heimbilanz der WKG ist Ligaspitze: Sechs Kämpfe, sechs Siege. Was macht Weitenau-Wieslet zur Bastion?

Viardot: Unsere Fans. Nicht nur die Roddys, auch die ganze WKG-Familie. Unsere Fankultur ist über Jahre gewachsen.

BZ: Die WKG liegt als Fünfter drei Punkte hinter Spitzenreiter Tennenbronn. Greift Ihr Team noch in die Titelvergabe ein?

Viardot: Ich glaube nicht. Wir schauen noch immer nach unten. Bevor wir nicht den nächsten Sieg in trockenen Tüchern haben, blicken wir nicht nach oben.

BZ: Mit Reilingen hat Weitenau-Wieslet noch eine Rechnung offen. Im Hinkampf (9:21) gab es die höchste Saisonniederlage. Wie gelingt die Revanche?

Viardot: Es kann nur über unseren Willen und unseren Teamgeist gehen. Unsere Motivation ist groß, denn Reilingen ist das einzige Team, das wir in dieser Saison noch nicht besiegt haben. Und wir wollen zuhause ungeschlagen bleiben.

Marc Viardot (40) ist ein WKG-Eigengewächs und war über 20 Jahre ausschließlich für Weitenau-Wieslet aktiv. Vor dieser Saison übernahm Viardot, der bei einem Schweizer Konzern für Marketing und Design verantwortlich ist, mit David Muller das Traineramt.