"Wir werden eine oder zwei Zusatztribünen aufbauen müssen"

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Di, 29. November 2016

Rheinfelden

BZ-INTERVIEW:Vorsitzender Uwe Lippert vom KSV Rheinfelden freut sich auf die Derbys der Ringer gegen Adelhausen II, Hausen-Zell und Weitenau-Wieslet.

RHEINFELDEN. Der KSV Rheinfelden ringt nächste Saison in der Regionalliga. BZ-Redakteur Peter Gerigk unterhielt sich mit dem Vorsitzenden des Oberligameisters, Uwe Lippert, darüber, was auf den Verein zukommt.

BZ: Herr Lippert, ringen Sie noch mit den Folgen der Aufstiegsfeier?

Lippert: Nein, wer die Halle am Samstag gesehen hat, kann sich vorstellen, was es am Sonntag aufzuräumen gab. Ich bin um halb eins schon nach Hause. Diesmal habe ich die Halle nicht abgeschlossen.

BZ: Die Staffel marschiert unaufhaltsam zur Meisterschaft. Gab es für sie auch Überraschungen in dieser Saison?

Lippert: Ja, positive. Unsere eigenen Ringer, die seit dem Schülerbereich dabei sind, überraschten uns, denn sie mischen in der Statistik noch weiter vorne mit, als die guten, neu zu uns zugestoßenen Ringer, die wir geholt haben.

BZ: Wird der KSV den Anforderungen in der Regionalliga gewachsen sein?

Lippert: Das sehen wir so, ja. Was auf keinen Fall sein soll, ist, dass die super Truppe, die wir haben, auseinandergerissen wird. Die Regionalliga fordert aber schon mehr von uns. Deshalb wäre es schön, wenn sich Sponsoren bei uns melden würden und auch Ehrenamtliche, die uns bei Heimkämpfen oder im sportlichen Bereich helfen würden.

BZ: ... und wie sieht es mit der Infrastruktur in der Schillerschule aus?

Lippert: Die Vorgaben des Verbands werden erfüllt. Wir stellen uns die Anforderung, die Gäste so in die Halle reinzubringen, dass alle was sehen und wir sie auch bewirten können. Wir brauchen den Kommerz natürlich auch. Wir möchten in der Schillerschule bleiben, haben sehr gute Kontakte zur Schulleitung und zur Stadt. Was wir machen müssen, ist, dass wir eine oder zwei Treppentribünen für Stehplätze aufbauen. Ich hoffe, uns bleibt vor dem ersten Derby Zeit, so dass wir uns erst ein Bild von der Liga machen können. Spätestens im ersten Derby müssen wir das aber machen. Ich rechne dann mit 500 Zuschauern.

BZ: Was senden Sie in Richtung Ihrer kommenden Derbygegner TuS Adelhausen II, RG Hausen-Zell und WKG Weitenau-Wieslet?

Lippert: Sportlich mag ich noch gar nichts sagen. Was mich freut, ist, dass wir richtig schöne, interessante Kämpfe mit befreundeten Mannschaften aus der Region sehen werden. Davon haben alle was, Sportler wie Zuschauer.

BZ: Man könnte sagen, die Regionalliga ist Neuland für den KSV, doch dort kommt er endlich daheim an, bei den Ringern aus der näheren Umgebung.

Lippert: Ja, letztes Jahr sagten wir, wir würden gerne aufsteigen, um diese Derbys zu haben und sozusagen wieder zu Hause zu sein, nicht in der Liga, aber bei den Ringern aus unserem Bezirk.

Uwe Lippert (54) ist seit 2003 Vorsitzender des KSV und seit 1991 in dessen Vorstand. 1977 bis ’80 rang er für den KSV in der Bezirksliga.