Zwei Alphatiere setzen sich zur Ruhe

Rainer Rudolf

Von Rainer Rudolf

Fr, 07. April 2017

Tischtennis

Bei den TTSF Hohberg verabschieden sich die beiden 52-jährigen Thomas Huck und Achim Stoll, womit der Umbruch vollzogen wird.

TISCHTENNIS Badenliga. Das letzte Saisonspiel der TTSF Hohberg in der Badenliga am Samstag (18 Uhr) gegen den TTV Auggen steht ganz im Zeichen des Abschiedsspiels der langjährigen Alphatiere der ersten Mannschaft, Thomas Huck und Achim Stoll. Nachdem das Saisonziel Klassenerhalt nun schon seit einiger Zeit feststeht, wird man im Lager der TTSF die Gelegenheit nutzen, um den Staffelstab nun endgültig an die jungen Wilden zu übergeben.

Huck und Stoll bildeten zusammen mit Urgestein Michael Feißt über Jahre hinweg das Rückgrat der ersten Mannschaft in Hohberg und pflanzten dem Verein eine eigene sportliche DNA ein. Über viele Spielzeiten hinweg tummelte man sich in den höherklassigen Ligen Oberliga und Badenliga ohne den sonst in diesen Spielklassen üblichen Einsatz von finanziellen Mitteln, um den einen oder anderen Spitzenspieler zu verpflichten. Sich das TTSF-Trikot überzustreifen war für sie immer Anreiz und auch Ehre genug.

Als man sich vor einigen Jahren bewusst war, dass die leistungssportliche Uhr der mittlerweile 52 Jahre alten Huck und Stoll langsam abläuft, entstand die Vision, den Leistungssportbereich auch weiterhin aufrechtzuerhalten, und zwar mit einer eigenen Jugend. Mit der Verpflichtung von Trainer Sven Happek konnten viele talentierte Nachwuchsspieler im eigenen Verein herangezogen werden.

Gepaart mit dem Angebot von ambitionierten Spielklassen und einem intakten Vereinsleben jenseits der Platten, finden nun auch immer wieder Talente aus der Ortenau und manchmal darüber hinaus, den Weg nach Hohberg. Es hat sich herumgesprochen: Wer sich sportlich verbessern will, ist in Hohberg bestens aufgehoben. Dabei organisiert der Verein völlig autark ein Kadertraining, das seinesgleichen in Südbaden sucht. Der Umbruch wird nun also endgültig vollzogen, worauf die nun scheidenden Huck/Stoll besonders stolz sind. "Um unter so vielen ehrgeizigen jungen Leuten über viele Jahre einen fairen Wettkampf zu moderieren, dafür bedarf es Ausdauer", gibt Thomas Huck zu bedenken.

In der jetzt ablaufenden Saison waren die beiden neben der Funktion als zuverlässige Punktelieferanten besonders als Führungsspieler gefragt, die mit ihrer Erfahrung die jungen Wilden in der ersten und zweiten Mannschaft auf Kurs hielten. Stoll kommentiert die Lage folgendermaßen: "Nach 25 Jahren in der ersten Mannschaft schließt sich für mich der Kreis: Damals bin ich von der Zweitligamannschaft TTC Weinheim zu meinem Heimatverein nach Hofweier in die Badenliga zurückgekehrt. Nach einigen Jahren Oberliga und Verbandsliga stehen wir nun wieder solide in der Badenliga." Das gleiche gilt auch für Thomas Huck, der inzwischen ebenfalls fast 20 Jahre bei den Ortenauern aufschlägt: "Nach meiner Zeit in Hessen und Niedersachsen in der 2. Bundesliga und noch ein paar Jahren in Nordbaden in der Regionalliga bei der TG Eggenstein und dem TTC Karlsruhe-Neureut habe ich bei den Tischtennissportfreunden meine endgültige sportliche Heimat gefunden". Dabei weist der zweite Vorsitzende des Vereins ebenfalls ausdrücklich auf Michael Feißt hin, der den Verein vor seiner, und auch Stolls Zeit, erst in diese sportlichen Regionen gebracht hatte, in die er dann einsteigen konnte.

Beim Schaulaufen am Samstag gegen TTV Auggen wird die Paarung Huck/Stoll noch einmal im Doppel auflaufen, immerhin sind die beiden Altmeister die amtierenden südbadischen Seniorenmeister im Doppel.