Bike Giro mit Biathlon-Ass Erik Lesser

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 10. August 2018

Mountainbike

Sabine Spitz und Simon Stiebjahn sind die Favoriten bei vier MTB-Etappen rund um den Feldberg.

MOUNTAINBIKE (saus). Der Startschuss für den viertägigen Bike-Giro Hochschwarzwald fällt in Feldberg. Damit wird die Streckenführung des vergangenen Jahres umgekehrt. Von Donnerstag, 16. August, bis Sonntag, 19. August stellen sich rund 400 Profi- und Hobby-Mountainbiker aus 16 Nationen der anspruchsvollen viertägigen Etappenfahrt, die auf 204 Kilometern und 6000 Höhenmetern quer durch den Hochschwarzwald führt.

Prominentester Starter ist Weltklassebiathlet Erik Lesser, der sich nicht nur auf Schnee quälen kann. Der Doppelweltmeister von 2015 und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Sotchi kämpft gern auf dem Bike. Ganz nach dem Motto: "Im Sommer werden die Winterathleten gemacht." Im illustren Fahrerlager tummeln sich aber auch die Gesamtsieger von 2017: Simon Stiebjahn vom Team Bulls und Nationalfahrerin Adelheid Morath sowie deren Podest-Kolleginnen aus dem vergangenen Jahr, Clarissa Mai (Gesamtzweite 2017) und Miriam Öschger (Gesamtdritte 2017).

In Olympiasiegerin Sabine Spitz startet die Grande Dame des Mountainbike-Sports und damit eine Favoritin in ihrem Heimatrevier. Auch die Vierte der deutschen Meisterschaft 2018, Hanna Klein aus Freiburg, kennt sich bestens im Schwarzwald aus. Die südafrikanische Cross-Countrymeisterin Robyn de Groot (Gesamtdritte der Etappenfahrt Cape Epic 2018) zählt ebenfalls zu den Sieg-Anwärterinnen. Katrin Schwing, die "Yoni" mit den roten Dreadlocks, möchte gerne das Frauenfeld aufmischen. Bei den Männern gaben zudem Martin Frey und Simon Schneller (beide Team Bulls) ihre Startzusage. Die Athleten des tschechischen Teams "Accolade" mit Matous Ulman, Pavel Boudny, Jan Stroz und Tomas Visnovsky werden ebenfalls ins Vier-Etappenrennen gehen.

Der Breitnauer Matthias Bettinger vom Kirchzartener Team Lexware ist nach auskurierten Sturzverletzungen zum elften Mal bei dem MTB-Rennen am Start, das im vergangenem Jahr als Nachfolge-Veranstaltung der Trans-Schwarzwald einen neuen Namen und eine komplett neue Streckenführung erhielt. Ebenfalls am Start sind die Fahrer der deutschen U23-Nationalmannschaft.

Startort des Prologs am Donnerstag, 16. August, ist dieses Mal der Feldberg. Der Etappensieger wird beim Kampf gegen die Uhr auf einem knapp zehn Kilometer langen Kurs mit 390 Höhenmetern ermittelt. "Die Herausforderung des Tages wird sicherlich der Anstieg hinauf zum Herzogenhorn sein", verrät Mountainbike-Profi Simon Stiebjahn, mittlerweile alleiniger Streckenchef des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald. Dabei wird die extrem steile Skibrücke mit ihrer Rampe den Fahrern alles abverlangen, es gilt eine Steigung von 37 Prozent zu überwinden. Die zweite Etappe führt die Fahrerinnen und Fahrer über Höhen und Tiefen des Schwarzwalds rund um den Feldberg. "Die rund 60 Kilometer (mit Start und Ziel in Feldberg) werden das landschaftliche Highlight sein", ist sich Stiebjahn sicher. Insgesamt stehen 1 500 Höhenmeter auf dem Programm. Die Königsetappe folgt dann am dritten Tag mit 2 500 Höhenmetern – Start und Ziel befinden sich in Grafenhausen-Rothaus.

Der dritte Abschnitt beginnt zwar gemächlich, doch dann warten anspruchsvolle Passagen. Ab Mitte des Rennens kommen die Trail-Fans voll auf ihre Kosten. Auf der 75 Kilometer langen Strecke gilt es in der Nähe von Titisee-Neustadt rund zehn Kilometer auf schmalen Trails zu bewältigen.

Die Schlussetappe am Sonntag, 19. August, beginnt in Rothaus. "Auf schnellen Forststraßen lassen sich die letzten Kilometer des Bike-Giro hoffentlich zügig absolvieren", blickt Simon Stiebjahn auf den Finaltag mit seinen 60 Kilometern und 1 600 Höhenmetern voraus. Das Ziel liegt nach einer Gesamtdistanz von rund 204 Kilometern und 6 000 Höhenmetern auf dem Gelände der Badischen Staatsbrauerei Rothaus.