Die Qualen des Anstiegs

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Mi, 02. Mai 2018

Mountainbike

Niederhofer Mountainbikerin Sabine Spitz wird beim Bundesliga-Auftakt zufriedene Vierte.

MOUNTAINBIKE. Beim Klassiker der Mountainbike-Bundesliga im schwäbischen Heubach ist Sabine Spitz ins Wettkampf-Geschehen zurückgekehrt. Die 46-Jährige aus Murg-Niederhof landete auf Rang vier. U-23-Neuling Tim Meier (Rheinfelden) beendete das Rennen hingegen vorzeitig.

Wenn Sabine Spitz ganz oben auf dem Podest steht, ist die Verwunderung in der Regel überschaubar. Als sie aber im vergangenen Jahr beim Bundesliga-Rennen in Heubach auf Platz eins landete, kam ihr Triumph für einmal doch überraschend, denn der Kurs am Rand der Ostalb behagt der dreifachen Olympia-Medaillengewinnerin überhaupt nicht. So war Spitz auch nicht sonderlich enttäuscht, dass es diesmal "nur" zu Rang vier reichte, 4:23 Minuten hinter der Siegerin Elisabeth Brandau (1:37:09 Stunden) aus Schönaich. Die hatte überraschend die Polin Maja Wloszczowska (+0:28) und die Ukrainerin Yana Belomoina (+1:16) auf die Plätze zwei und drei verwiesen.

Tim Meier und Lars Kämmlein müssen aufgeben

Das besondere Profil des Vier-Kilometer-Kurses verlangt eine entsprechende Strategie. "Hier musst du deinen Rhythmus finden und am Ende hast du 1300 Höhenmeter hinter dir", erläuterte Spitz. Den Rhythmus der Top-Drei konnte sie nicht mitgehen, doch dahinter musste sie nicht wirklich eine Konkurrenz fürchten – auch wenn ihr über die sechs Runden der Anstieg immer schwerer fiel. "Gefühlt wird der Anstieg jede Runde drei Grad steiler", sagte Spitz lachend. Fünf Wochen nach ihrem zweiten Platz beim Etappenrennen Cape Epic in Südafrika war sie mit ihrer Rückkehr in den Wettkampf-Betrieb nicht unzufrieden. "Am Anstieg habe ich mich gequält, die Abfahrt habe ich genossen", fasste sie ihren Auftritt beim "BiketheRock" zusammen.

Kein Genuss war der Bundesliga-Auftakt für Tim Meier. Für den Rheinfelder dauerte das U-23-Rennen nicht lange. "Ohne Kraft" verließ er die Konkurrenz an 29. Stelle liegend nach nur drei Runden. "Zur Zeit ist es ziemlich schwer", meinte Meier geknickt.

Bei den Junioren war Sören Schneider im Klassement auf Rang 80 notiert, 13:20 Minuten hinter dem Schweizer Sieger Alexandre Balmer (1:10:41 Stunden). In der dritten Runde raubte dem Rheinfelder ein Sturz die Hoffnungen auf ein besseres Resultat. "Ich habe mich gut gefühlt und bin aus der letzten Reihe gut vorgekommen", berichtete er von der Konkurrenz mit 110 Fahrern. Miron Lipp (81./SG Rheinfelden) rollte sechs Sekunden hinter Schneider über die Ziellinie. Auf die Plätze 86 respektive 87 fuhren Tobias Senn (VBC Waldshut-Tiengen/+14:32 min) und Florian Brengartner (SG Rheinfelden/+15:51). Lars Kämmlein vom RSV Haltingen laboriert derzeit an Rückenproblemen und musste das Rennen in Heubach aufgeben.