Ein Ausstieg mit nachhaltiger Wirkung?

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Fr, 25. Mai 2018

Mountainbike

Sabine Spitz tritt optimistisch beim Mountainbike-Weltcup im tschechischen Nove Mesto an.

MOUNTAINBIKE. Im tschechischen Nove Mesto will Sabine Spitz aus Niederhof versuchen, ihr Misserfolgs-Erlebnis von Albstadt zu korrigieren. Am heutigen Freitag wird die dritte Station des Mountainbike-Weltcups mit dem Short Track-Rennen eröffnet.

"Es war ganz anders als man es gewohnt ist, noch intensiver, und es wurde aggressiver gefahren." So fasste Spitz die Premiere des Short Track im Weltcup am vergangenen Freitag in Albstadt zusammen. Es hätte schon ein paar Positionen besser werden können als Platz 19, wenn da nicht in der vorletzten Runde des 25-minütigen Wettbewerbs eine Fahrerin vor ihr gestürzt wäre. "Aber dass ich hier gewinne, damit war nicht zu rechnen", meinte Spitz und grinste. "Aber es hat Spaß gemacht und für die Zuschauer war es sicher eine spannende Sache." In Nove Mesto wird es jedoch möglicherweise anders laufen und das Ziel wäre unter die besten 16 zu fahren, denn dies garantiert einen Platz in der ersten (Top Acht) oder zweiten Startreihe.

Korrigieren würde Spitz aber das DNF (Did Not Finish) vom Cross-Country-Rennen, das in ihrer Karriere sehr selten hinter ihrem Namen stand. Mit der rutschigen Bodenbeschaffenheit war sie am Pfingstsonntag nicht zurechtgekommen, und auch ein Reifenwechsel brachte nicht die erhoffte Sicherheit. Weil sie nach dem Wechsel ohnehin nicht mehr in den Top 50 lag, entschied sie sich zum Ausstieg. "Es hat für mich unter diesen Umständen keinen Sinn mehr gemacht", so Spitz. Und möglicherweise war das im Blick auf das Weltcup-Wochenende in Nove Mesto eine kluge Entscheidung. Nur fünf Tage, inklusive Anreise, bleiben um sich zu regenerieren. Vielleicht wird das nur zur Hälfte gefahrene Rennen in Albstadt beim Short Track sogar zum Vorteil.

Beim Cross-Country-Rennen am Sonntag kann Spitz ohnehin optimistisch antreten. Voriges Jahr war sie dort Zweite, 2016 lag sie bei der WM auf Bronze-Kurs, bevor sie in der Schlussrunde einen Defekt erlitt. Die Strecke taugt ihr also. "Die Bedingungen könnten gegenüber Albstadt gegensätzlicher nicht sein", meldet Spitz aus Nove Mesto und beschreibt die Strecke als "knochentrocken". Wenn das so bleibt, wird es ihr entgegenkommen.

Der Rheinfelder Tim Meier wird weiter auf das erste Weltcup-Rennen seiner Karriere warten müssen. Der U-23-Fahrer muss nach einer Angina-Erkrankung den Weltcup-Block auslassen. "Ich kann mich noch nicht belasten", sagt Meier, "und muss deshalb bei beiden Weltcups aussetzen." Gerne hätte er das schlechte Bundesliga-Rennen in Heubach mit einem guten ersten U-23-Weltcup-Auftritt gewissermaßen ausradiert. So muss Tim Meier noch Geduld aufbringen.