"Ein großer Schritt nach vorne"

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 21. August 2018

Mountainbike

Nach ihrer Verletzungspause zeigt sich Mountainbikerin Sabine Spitz beim Bike Giro Hochschwarzwald.

MOUNTAINBIKE. Beim Bike Giro Hochschwarzwald hat Sabine Spitz nach gut fünf Wochen Verletzungspause ihr Comeback gegeben. Bei der viertägigen Etappenfahrt belegte die Niederhoferin Rang drei.

Als am Donnerstag der zehn Kilometer lange Prolog zu Ende war, sah man Sabine Spitz erst einmal erleichtert. "Ich hatte zum ersten Mal keine Schmerzen mehr", sagte die Olympiasiegerin nickend. Das war im Grunde wichtiger als das Resultat, das einen Rückstand von 44 Sekunden auf die Freiburgerin Adelheid Morath und den dritten Rang hinter der Österreicherin Christina Kollmann Forstner (+21 sek) auswies. Am Mittwoch war sie extra noch einmal bei Physiotherapeut Hansi Friedl in Edling hinter München vorstellig geworden, und es scheint sich gelohnt zu haben. "Das war noch mal ein großer Schritt nach vorne", bestätigte Spitz. Seit ihrem Sturz beim Weltcup im Val di Sole am 8. Juli hatte sich die 20-malige Deutsche Meisterin mit Schmerzen im Nacken und der Schulter herumgeplagt, so dass sie zuletzt auch einen Start bei der Europameisterschaft absagen musste.

An den folgenden drei Tagen, auf den längeren Etappen, landete Sabine Spitz auf den Plätzen vier, fünf und noch mal vier, wahrte jedoch ihren dritten Gesamtrang – 11:03 Minuten hinter der dreifachen Etappensiegerin Adelheid Morath (9:24:55) und 6:27 hinter Ex-Europameisterin Kollmann-Forstner. Längeres kraftbetontes Fahren war noch nicht drin. Am letzten Tag hätte es in Grafenhausen-Rothaus nach 63 Kilometern dennoch Platz zwei hinter Janine Schneider (Lottstetten) werden können, doch wenige hundert Meter vor dem Ziel landete Spitz im Absperrband.

"Die vier Tage liefen besser als gedacht", bilanzierte die 46-Jährige. "Klar habe ich durch die Verletzung viel an Form verloren und konnte Adelheid nicht Paroli bieten wie noch beim Engadin Bike Giro vor dem Weltcup im Val di Sole. Aber es war sicher ein guter Aufbau für die nächsten Wochen."

Die nächsten Wochen, das ist erst mal das Weltcup-Wochenende in La Bresse ab Freitag. Dann steht noch der Swiss Bike Cup in Basel im Rennkalender, gefolgt von der Weltmeisterschaft in Lenzerheide. Ob es bis dahin reicht, eine akzeptable Form aufzubauen? "Da muss man realistisch sein", meint Sabine Spitz, "ich denke, der Aufbau geht eher in Richtung Marathon-WM eine Woche später." Da sind die ganz intensiven Anforderungen nicht so gefragt wie im Cross-Country.

Miriam Oeschger ohne Fortune

Für Miriam Oeschger lief es beim Bike Giro nicht ganz so erfreulich wie im vorigen Jahr, als sie überraschend Dritte wurde. Nach Stürzen und technischem Defekt landete sie auf Gesamtrang 13, 1:09:49 Stunden hinter Morath. "Ich hatte dennoch Freude an der super Sportveranstaltung direkt vor der Haustüre", tat die Niederhoferin auf Facebook kund.

Bei den Männer belegte der Rheinfelder Tim Meier beim Sieg von Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) den 34. Platz. Lukas Kornberger vom VBC Waldshut-Tiengen wurde 35., Niklas Grobert aus Bad Säckingen landete auf Platz 44.