Ermutigendes Comeback

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Mi, 18. Juli 2018

Mountainbike

Mountainbikerin Morath beim Weltcup als 18. und 22. im Ziel.

MOUNTAINBIKE (goll). Beim Weltcup der Cross-Country-Spezialisten in Andorra schaffte Adelheid Morath als 18. und 22. einen ermutigenden Wiedereinstieg. Die Lexware-Fraktion und auch Martin Gluth hatten keinen Grund zur Freude.

Adelheid Morath machte im Ziel im Bikepark Vallnord einen sehr gelösten Eindruck. Endlich hatte sie im Jahr 2018 ihr erstes Weltcuprennen zu Ende gebracht. Nach dem Kahnbeinbruch vom März und dem Schlüsselbeinbruch beim Comeback in Albstadt hatte sie viel Geduld benötigt und auf den Weltcup in der vorangegangenen Woche im Val di Sole verzichtet.

Auf 1900 Höhenmetern erwischte die Freiburgerin in Andorra von Position 39 einen guten Start, kam rasch in die Nähe der Top 20 und fuhr dann sehr konstant. Sie verbesserte sich bis auf Position 18 und hielt diesen Platz. Mit 6:38 Minuten Rückstand auf Siegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Norwegen) erreichte Morath das Ziel. "Ich habe mein Bestes gegeben und bin gut durchgekommen. Ein Top-20-Resultat ist fürs Erste schon mal gut", kommentierte Morath ihre Leistung.

Am Freitagabend hatte sie beim Short-Track-Wettbewerb als 22. schon angedeutet, dass sie gut in Form ist. Die Vorzeichen für die deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende in St. Ingbert sind nicht so schlecht. Favorisiert ist wohl Elisabeth Brandau (Schönaich), die in Andorra nach einem schlechten Start noch Zehnte (+3:36) wurde.

Im Rennen der Männer kam Georg Egger von der Kirchzartener Lexware-Equipe mit 10:23 Minuten Rückstand auf Sieger Gerhard Kerschbaumer aus Italien lediglich als 53. ins Ziel – und war damit nach dem Ausscheiden von Manuel Fumic sogar bester Deutscher. Martin Gluth ging es in der dünnen Höhenluft noch schlechter. Als 68. erreichte der Freiburger mit zwei Runden Rückstand nicht mal die Punkteränge. Eggers U-23-Teamkollegen Max Brandl und Luca Schwarzbauer konnten beide ihr Rennen nicht beenden. Brandl gab erkältet an 45. Stelle auf, Schwarzbauer zwangen starke Bauchschmerzen auf Position 22 zur Aufgabe.