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16. Juli 2010
Es winkt der Königstitel
Zum vierten Mal findet das beliebte Jedermannrennen auf dem Schauinsland statt.
RADSPORT. Kommenden Sonntag heißt es einmal mehr: Rauf auf den Berg, und dann ein König sein. Nein, es wird auf dem Freiburger Hausberg keine Monarchie ausgerufen. Vielmehr steht der "Schauinslandkönig" an. Das Einzelzeitfahren für Jedermann und -Frau, welches seit 2007 jährlich stattfindet, hat sich seitdem als festes Radrennsportereignis in der Region etabliert und wird auch dieses Jahr wieder rund 1000 Starter und Starterinnen auf den Gipfel schicken.
Bereits bei der ersten Austragung vor drei Jahren erregte die Veranstaltung viel Aufsehen. Seitdem wird sie mit großer Resonanz aufgenommen und begeistert Radsport-Anhänger in einem breiten Spektrum. Von hoch-ambitioniert bis "Hauptsache hoch" werden wieder Fahrer aller Couleur dabei sein. Doch nicht nur in der Zielsetzung unterscheiden sich die Teilnehmer. Während sich die einen in bester Tour-de-France-Manier professionell an den Start begeben werden, haben andere gar nicht erst zwei Räder unterm Hintern. Denn der "Schauinslandkönig" ist nicht nur ein Ereignis für Zweiradfahrer. Auch dieses Jahr werden wieder Athleten aus anderen Sportbereichen die Bergetappe zurücklegen. Inlineskater schuften sich neben Skiroller-Fahrern den Weg hinauf. Einige wagen den Aufstieg lieber gleich zu zweit auf dem Tandem. Dann aber auch eine Handvoll Mutige, die stattdessen auf ein zweites Rad verzichten und per Einrad das Ziel erreichen wollen. Auch gibt es die, die sich mit Beifahrer oder Zusatzgepäck den Weg nach oben bahnen wollen und einen Kinderhänger angespannt haben. Wer oder was dann letztlich im Hänger ist, seien dies Kind, Hund oder die Kiste Bier für danach, das ist den Teilnehmern selbst überlassen. Freilich gilt für Jedermann auch jedes Alter. Ob also der Senior den Junior überholen wird, oder umgekehrt. Man wird sehen. Los geht es Sonntag um 10 Uhr. Die Startrampe wird sich wieder am sogenannten Bohrer an der Abzweigung nach Horben befinden. Von dort aus wird der Organisator und Erfinder des "Schauinslandkönig", Alexander Lang, jeden Starter persönlich auf die Strecke bringen und den Fahrern einen letzten Anschub geben. Danach nämlich heißt es für alle gleichermaßen, die 11,5 Kilometer und rund 800 Höhenmeter aus eigenem Antrieb zu bewältigen. Die Landesstraße 124 wird es ihren Herausforderern nicht einfach machen. Gleich zu Beginn wartet ein feucht-kalter Serpentinenabschnitt mit bis zu 12 Prozent Steigung. Dort heißt es für alle die Zähne zusammenbeißen. Nach einigen Kilometern führt der Weg aus dem Wald hinaus und die Steigung pendelt sich bei etwa 7 Prozent ein. Wer es schließlich bis in den Schlussabschnitt schafft, für den hält der Schauinsland einen großartigen Ausblick bereit, der bei gutem Wetter bis in die Vogesen reicht. Das Ziel befindet sich direkt bei der Bergstation der Schauinslandbahn. Wie schon im vergangenen Jahr ist im "Schauinslandkönig" erneut die deutsche Hochschulmeisterschaft im Bergzeitfahren mit inbegriffen. Der dreifache und alleinige König Florian Link wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach dieses Jahr nicht an den Start gehen. Gleiches gilt für die Siegerin aus dem vergangenen Jahr, Simone Schwarz. Man darf sich also auf neue Thronanwärter freuen.
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Nachmeldungen sind noch möglich bis Samstag, 17 Uhr, am Freiburger Unisportgelände in der Schwarzwälderstraße.
Autor: Robert Lojewsky
