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28. Januar 2012
Kaum Medaillenchancen
Radcross-WM in Belgien ohne Hanka Kupfernagel.
FRANKFURT (sid). Hanka Kupfernagel fehlt. Aus Krankheitsgründen und wegen mangelnder Fitness hat die deutsche Meisterin aus Staufen ihre Teilnahme bei der Radcross-WM im belgischen Koksijde (28./29. Januar) abgesagt und die Medaillenchancen der deutschen Auswahl damit auf ein Minimum reduziert. In absehbarer Zeit wird Radcross jedoch ganz ohne die 38-jährige Altmeisterin und dem wohl letzten verbliebenen Zugpferd auskommen müssen. Der ohnehin schon ins Abseits gedrängte Sport droht dann noch weiter in der Versenkung zu verschwinden. "Man muss sich schon mit dem Gedanken abfinden, dass Hanka in ein bis zwei Jahren aufhören wird. Sie wird auf die Schnelle nicht eins zu eins zu ersetzen sein", sagte Udo Sprenger, Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Der Delegationsleiter der deutschen Auswahl in Belgien blickte jedoch bereits nach vorne: "Nach ihrem Karriereende muss ein Neuaufbau begonnen werden."
Da war die Situation im Radcross früher einmal deutlicher erfreulicher. Noch bis in die 1990er-Jahre war die Disziplin einer der Fixpunkte im winterlichen Sportkalender. Die kurzen, intensiven Rennen auf matschigen Pisten begeisterten. Radsport als Schlammschlacht. Fans und selbst große TV-Anstalten wie die ARD in der Sportschau würdigten über einen langen Zeitraum Fahrer wie Rolf Wolfshohl, Klaus-Peter Thaler oder Mike Kluge aus Denzlingen. Inzwischen ist Radcross aber in allen Medien fast in der Versenkung verschwunden.
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Autor: sid
