Die Pechsträhne geht weiter

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Mi, 29. August 2018

Mountainbike

Adelheid Morath plagen beim Weltcup Magen-Darm-Probleme.

MOUNTAINBIKE (goll). Der Freiburger Mountainbikerin Adelheid Morath bleibt das Pech auch im letzten Weltcup der Saison treu. Diesmal machte ein Infekt ein besseres Resultat als Rang 28 zunichte. Auch sonst lief vieles nicht nach Wunsch aus Sicht der Teilnehmer der Region Freiburg. Im Männerrennen der Altersklasse U 23 belegte der Lexware-Biker Luca Schwarzbauer immerhin Rang 16.

Das Weltcupfinale in La Bresse war für Morath die Fortsetzung ihrer diesjährigen Pechsträhne: Nach zwei Knochenbrüchen im Frühjahr gab es diesmal Probleme mit dem Verdauungstrakt, vermutlich ausgelöst durch einen Infekt. Als 28. blieb die Schwarzwälderin 8:25 Minuten hinter der siegreichen Weltmeisterin Jolanda Neff (Schweiz). Wegen der Probleme hatte Morath am Freitag auf den Start im Short-Track-Wettbewerb verzichtet. "Ich war komplett kraftlos, von Anfang bis Ende", gestand Morath am Sonntag.

Martin Gluth hatte sich am Freitag im Training "einen blöden Sturz" auf die Hand erlaubt, der ihn im Männerrennen am Sonntag stark behinderte. Zudem bekannte Gluth: "Ich war in den Anstiegen so tief im roten Bereich, dass ich oben nichts mehr gesehen habe." Immerhin fuhr er das Rennen zu Ende und kam auf Rang 54, 10:04 Minuten nach dem Weltmeister Nino Schurter (Schweiz), ins Ziel.
Der Münstertäler Julian Schelb stürzte bereits in der Startrunde auf die Rippen, kämpfte zwar weiter, doch die Schmerzen waren so groß, dass Schelb den Lenker nicht mehr halten konnte und ausstieg.

Im U-23-Rennen erwischte Luca Schwarzbauer einen guten Start und positionierte sich unter den besten Zehn. Doch noch während der 3,2 Kilometer langen Startrunde erlitt er einen Reifendefekt, der ihm einige Plätze kostete. Später ging noch seine Schuhschnalle kaputt. Schwarzbauer kämpfte zwischen Rang 12 und 16, trotz gereizter Atemwege. Mit Platz 16, 2:51 Minuten hinter dem Sieger Petter Fagerhaug (Norwegen), war er nicht unzufrieden: "Die Form stimmt, auch im Hinblick auf die WM." Teamkollege Max Brandl war von sich und seiner Leistung als 21. (+4:10) "zu 100 Prozent enttäuscht", wie er bekannte. Der deutsche U-23-Meister rätselt über seine aktuelle Formdelle. Lexware-Fahrer David List landete auf Rang 34, Jannick Zurnieden nach zwei Defekten auf Rang 50.