Max Brandl ist auf der Überholspur

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Fr, 07. September 2018

Mountainbike

Der Freiburger überholt im WM-Staffelrennen 14 Konkurrenten / Silber für das deutsche Team.

MOUNTAINBIKE (goll). Max Brandl vom Lexware-Team aus Kirchzarten gewann mit vier Kolleginnen und Kollegen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) überraschend die Staffel-Silbermedaille zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Lenzerheide/Schweiz. Gold ging an Gastgeber Schweiz, Dritter wurde Dänemark.

Das deutsche Mountainbike-Team überraschte schon mit der Aufstellung. Anstatt wie üblich den U-23-Fahrer und damit Max Brandl an Position eins ins Rennen zu schicken, ging Junior Leon Kaiser (Monheim) als Startfahrer auf die Reise. Dahinter stand die Überlegung, dass auf der etwas verkürzten ersten Runde im Vergleich mit Elite- und U-23-Fahrern weniger Zeit verloren gehen würde. Kaiser fuhr dann eine gute Runde und wechselte an neunter Stelle. Weil danach Frauen-Meisterin Elisabeth Brandau (Schönaich) auch gegen männliche Konkurrenz antreten musste, fiel das deutsche Quintett auf Rang 18 zurück.

So kam Max Brandl eine enorm wichtige Aufgabe zu. Er musste zur Aufholjagd blasen und dabei kühlen Kopf bewahren. Das gelang dem Freiburger vom Kirchzartener Lexware-Team hervorragend.
"Ein, zweimal war es nervig. Die Österreicherin ist hin und her gefahren", erzählte Brandl, "ich habe aber nicht hasardiert und konnte die Angriffe jeweils abbrechen.

Die anderen Überholvorgänge gingen gut und ich habe mich körperlich und auf der Strecke gut gefühlt." Insgesamt 14(!) Fahrerinnen und Fahrer passierte der Deutsche U-23-Meister und übergab an vierter Position an U-23-Meisterin Ronja Eibl, die furios fuhr und es sogar schaffte, eine Lücke von 26 Sekunden auf Frauen-Weltmeisterin Jolanda Neff (Schweiz) zu schließen. Eibl schickte Manuel Fumic gemeinsam mit Weltmeister Nino Schurter auf die Schlussrunde. Der Deutsche Meister hatte im Duell mit Schurter dann zwar knapp das Nachsehen, aber das deutsche Team jubelte 13 Sekunden hinter der Schweiz über Silber. Diese Medaillenfarbe hatte es erst einmal für das deutsche Team gegeben, nämlich 2010 im kanadischen Mont Sainte Anne. Fumic wurde von seinem Mannschaftskameraden jubelnd in Empfang genommen, das pure Glück stand den fünf Sportlern ins Gesicht geschrieben.

"Die Mannschaft ist super gefahren. Für das Team und für mich ist es natürlich ein hervorragender Start in die Weltmeisterschaft", kommentierte Max Brandl den nicht erwarteten Erfolg zum WM-Auftakt in Lenzerheide.