Nur ein Franzose hängt Brandl ab

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Mi, 02. Mai 2018

Mountainbike

Lexware-Mountainbiker in der Bundesliga Zweiter der U23.

MOUNTAINBIKE (goll). Beim Bundesliga-Rennen in Heubach holten sich die beiden Lexware-Biker Max Brandl und Luca Schwarzbauer im U-23-Rennen die Plätze zwei und vier. Bei den Männern fuhr der Freiburger Martin Gluth als 17. über die Ziellinie, die Freiburgerin Hanna Klein wurde 18. im Elitefeld der Frauen.

Der Franzose Joshua Dubau verhinderte bei der 18. Auflage des schwäbischen MTB-Klassikers einen deutschen Sieg in der U 23. In der zweiten Runde hängte er das Lexware-Duo Brandl/Schwarzbauer am langen Anstieg ab und gewann mit 47 Sekunden Vorsprung vor Brandl. "Ich konnte Joshua am Berg nicht folgen, keine Chance", bekannte Brandl. "Es war heute nicht ganz mein Tag", kommentierte der deutsche U-23-Meister. "Man kann nicht immer gewinnen. Es hat sich heute träge angefühlt, woran es gelegen hat, kann ich im Moment auch nicht sagen", so Brandl.

Teamkollege Schwarzbauer hatte Mitte des Rennens Probleme mit einer gelösten Schuhplatte. Festziehen konnte er sie nicht, denn er war mit dem lockeren Teil nicht in der Lage auszuklicken. So musste er den Schweizer Team-Weltmeister Filippo Colombo vorbeiziehen lassen und wurde Vierter (+1:33). "Ich hatte gute Beine. Max konnte ich im Anstieg zwar nicht folgen, aber es lief gut", so Schwarzbauer. Der in Freiburg lebende Friedrichshafener David List kam nach zwei Plattfüßen, den ersten überhaupt in seiner Karriere, nicht über Rang elf (+4:23) hinaus.

Hanna Klein "noch nie so im roten Bereich"

Bei den Männern gab es einen Schweizer Vierfachsieg durch Weltmeister Nino Schurter (1:35:26), Lars Forster, Reto Indergand und Marcel Guerrini. Der gewöhnlich schnelle Starter Martin Gluth (OMX) begann diesmal entspannt als 20. die erste Runde und war über Rang 17 (+5:42) nicht unzufrieden: "Ich befinde mich in der Vorbereitung auf den Weltcup in Albstadt und habe noch nichts Intensives trainiert", erklärte Gluth.

Nach dem Frauenrennen lehnte Hanna Klein völlig kaputt an der Bande. "Ich bin noch nie so in den roten Bereich gefahren", sagte die Freiburgerin. Rang 18, 11:51 Minuten hinter Überraschungssiegerin Elisabeth Brandau (Schönaich) war Resultat eines radtechnisch eingegangenen Risikos. Klein hatte eine Übersetzung montiert, die sie am Berg zu einem kraftvollen Tritt zwang. "Am Anfang ging es super, das war echt cool", erzählte Klein. Doch am Ende konnte sie den bis zu 20 Prozent steilen Anstieg nicht mehr richtig durchtreten. "Ich musste Schlangenlinien fahren", berichtete Klein. So verlor sie Platz um Platz und büßte für ihren Mut.