Kriterium ganz im Zeichen des Jubilars

Gerd Welte

Von Gerd Welte

Mo, 16. Juli 2018

Radsport

Kaum regionale Beteiligung am Rheinfelder Radrennen / Hauptrennen startete erst gegen 22 Uhr / Sascha Weber wird Dritter.

RADSPORT. Sein Herz hängt am Radsport und vor allem an seinem RSV Rheinfelden: Und dass der Mann am Freitag, dem Tag vor dem 62. Radkriterium in der Rheinfelder Innenstadt, 70 Jahre alt geworden ist, sieht man ihm nicht an. Der Chef der Veranstaltung ist schlank und rank wie zu seiner Aktivzeit, als er 1981 Langstreckenweltrekordler geworden ist.

Klar, dass nicht nur am Freitag zu Hause bei Alois Stöcklin angemessen gefeiert wurde, sondern auch auf dem Asphalt bei "seinem" Rennen. Rund 40 Weggefährten machten dem Jubilar am Samstagabend die Aufwartung. Sie alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Nur soviel: Beim Einladungsrennen über 15 Runden in der City gab es ein sportliches Wiedersehen mit dem ehemaligen deutschen Jugend-Querfeldeinmeister Reto Matt aus Niederhof, der in Rheinfelden viermal gewonnen hat.

Der Olympiasieger von 1972 mit dem Bahnvierer, Hans Lutz aus dem Schwabenland, entschuldigte sich nach überstandener OP, nicht auf den Sattel steigen zu können, fand aber lobende Worte für "seinen Alois", den er so schätze. Springer Alexander Herr, der mit dem deutschen Team einst WM-Gold holte, hat seine Ski mittlerweile in den Keller gestellt und fährt für den RC Villingen Radrennen. Auch viele Rad-Größen vom RSV Rheinfelden und aus der Region gaben dem "Siebziger" die Ehre.

Kein Wunder, dass sich die Rad-Party bei Start und Ziel am Oberrheinplatz etwas in die Länge zog, so dass das Hauptrennen der A-/B-Klasse erst kurz vor 22 Uhr gestartet wurden. Damit wurde es aber wenigstens der Ankündigung "Nachtrennen" gerecht. Auf dem gut beleuchteten Kurs auf der 1,3 Kilometer langen Runde durch die Rheinfelder Innenstadt absolvierten die Fahrer 55 statt 60 geplante Runden. Gesamtlänge: 71,5 Kilometer. Mit einem Schnitt von mehr als 40 Stundenkilometern ging es bei den vielen Zwischenwertungen zur Sache.

27 Fahrer nahmen das Rennen auf. In die Wertung kamen letztlich 17. Aus der Region waren keine Fahrer dabei. Sascha Weber vom Club "Freiburg Mountainbike" sprintete immer wieder um Punkte mit. Am Ende reichte es ihm mit 16 Zählern zum dritten Platz. Dank seines Sieges in der Schlusswertung kletterte Pascal Husterer vom Team Belle Stahlbau mit 17 Punkten noch auf Platz zwei.

Souveräner Sieger wurde Husterers Teamkollege Florian Tenbruck mit 25 Punkten. Das Team Belle Stahlbau entstand aus der Mannschaft der Racing Students, die schon bei Rheinfelder Rennen in der Vergangenheit immer wieder den Sieg unter sich ausgemacht hatte.

Das Rennen der Männer C über 50 Runden gewann Anton Benedix vom Picardellics Velo Team Dresden. Auf den Rängen neun bis zwölf landeten nacheinander Adrian Fingerlin, Hannes Harz, Magnus Gohn und Florian Klee (alle RSV). Die Juniorinnen U 19 waren auf 40 Runden unterwegs. Der Sieg ging hier an Victoria Stelling vom VC Singen vor Laura Albrecht vom RSV.

Die meisten Punkte im diesjährigen Elite-Rennen der Frauen sammelte in Rheinfelden Jasmin Rebmann vom Team Belle. Marc Reifferscheid (RIG Freiburg) war bei den Senioren über 40 Runden siegreich. Das Jedermann-Rennen über 25 Runden gewann der Egringer Martin Lang vor den Bad Säckingern Oliver Himmelsbach und Steffen Lehmann. Im Paracycling-Rennen vorn: Reinhard Berner (RSV Haltingen).