Richtig rund lief es nicht beim Team Lexware

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 10. Juli 2018

Mountainbike

Beim Weltcup im italienischen Val di Sole fährt Max Brandl auf Platz zwölf in der U 23, Georg Egger belegt in der Elite Rang 45.

MOUNTAINBIKE (goll). Georg Egger vom Kirchzartener Lexware-Team fuhr von Position 54 nach der 2,8 Kilometer langen Startrunde bis auf 42 nach vorne. Nach vier von acht Runden wurde er an 35. Stelle gemeldet. "Ich wollte in Richtung Top 25. Vielleicht habe ich etwas überzogen", sagte Egger. Denn nach der vierten Runde ging es rückwärts. Auch, als der angeschlagene Deutsche Meister Manuel Fumic von hinten kam, konnte er dessen Gruppe nicht halten.

"Die letzten beiden Runden waren nur noch Kampf", sagte Egger, der mit 6:54 Minuten Rückstand auf Weltmeister Nino Schurter (1:26:32) das Ziel auf Rang 45 erreichte. Für einen "Erstling" ist das allerdings nicht schlecht, er war immerhin noch zweitbester Deutscher. Enttäuscht war Martin Gluth, der sich im Training so gut gefühlt hatte. Der Freiburger war als 49. (+7:08) zwar drittbester Deutscher, und er verbesserte sich von Platz 74 nach der Startrunde noch deutlich, doch er hatte sich mehr vorgestellt. "Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass der Knoten platzt", so Gluth. Vergeblich.

Richtig rund lief es auch in der U23-Fraktion der Kirchzartener Lexware-Equipe im Trentino nicht, doch eine Steigerung gegenüber Nove Mesto war zu erkennen. "Es wäre mehr drin gewesen." Diesen Satz sagte Max Brandl am Sonntag im Ziel, das er als Zwölfter mit 1:56 Minuten Rückstand auf den Norweger Petter Fagerhaug (1:16:40) erreichte. Dass Brandl nicht schneller war, lag an einem Sturz in Runde drei von sieben. Zu diesem Zeitpunkt war er von Position 13 auf sieben nach vorne gefahren, Platz vier lag nur wenige Sekunden vor ihm.

"Ich bin ein wenig zu weit außen gefahren und deshalb weggerutscht", erklärte der Freiburger Student die Sturzursache. Besonders ärgerlich, weil der Sturz den Rest des Rennens negativ beeinflusste. Brandl verlor zwar nur rund zehn Sekunden, aber gleich fünf Positionen. Um das wieder zu korrigieren, musste er viel Energie aufwenden. Zwischenzeitlich war er nur noch 15. So schnell wie vor dem Sturz wurde er nicht mehr. Die Gruppe um Rang sieben war nicht weit entfernt, doch den Anschluss konnte der 21-Jährige nicht mehr herstellen. Teamgenosse Luca Schwarzbauer nannte seine Leistung "halbwegs solide". Das Ergebnis entsprach der Leistung nicht, denn er hatte mit einem losen Lenker zu kämpfen. Schon in Runde eins verdrehte sich die Steuer-Einheit. Weil er bei einem Stopp viele Positionen verloren hätte, versuchte er selbst, den Lenker wieder gerade zu biegen. Das klappte nur kurzfristig. Von Rang 41 legte er den Vorwärtsgang ein und fuhr noch bis auf 28. Mit 4:02 Minuten Rückstand erreichte er das Ziel.

Brandls 18-jährige Teamkollegen Jannick Zurnieden und David List landeten auf den Plätzen 52 (+6:38) und 58 (+7:26). Vinzent Dorn gab wegen einer lädierten Rippe auf.