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11. März 2010
Schmerzhafter Auftakt im Tretlager
Moritz Milatz stürzt in der Toskana und bricht sich das Nasenbein / Adelheid Morath kurbelt beim Maremma-Cup auf Rang vier.
MOUNTAINBIKE (gol/meri/BZ). Alexandra Engen vom St. Märgener MTB-Rennstall Rothaus-Cube hat beim Finale des Cyprus-Sunshine-Cup auf Zypern Rang drei in der Gesamtwertung verteidigt. Die Schwedin wurde Tagessechste, ihre Teamkolleginnen Barbara Benkó und Hanna Klein belegten die Ränge acht und elf. Beim Maremma-Cup in der Toskana ist der deutsche Vizemeister Moritz Milatz (Team Merida) schwer gestürzt. Der Freiburger brach sich das Nasenbein und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Die deutsche Marathonmeisterin Adelheid Morath aus St. Märgen belegte im Team des Offenburgers Jörg Scheiderbauer in der Toskana Rang vier.
Der zweite Lauf des Maremma-Cups in der Toskana stand im Zeichen eines schweren Sturzes von Moritz Milatz. Der Freiburger stürzte im Rennen auf den Kopf und brach sich dabei das Nasenbein. Blutüberströmt lag der deutsche Vizemeister auf der Strecke. Seine Teamkollegen Andreas Kugler und Hannes Genze eilten Milatz sofort zu Hilfe und gaben das Rennen auf, um ihrem Teamkollegen beizustehen. Die Ärzte diagnostizierten bei Moritz Milatz eine Gehirnerschütterung. Zudem musste der Freiburger an der Nase operiert werden. Wie lange der Olympiastarter von Peking ausfällt, ist zur Zeit noch offen.Werbung
Die amtierende deutsche Marathonmeisterin Adelheid Morath aus St. Märgen, die bislang für den Rennstall Rothaus-Cube in die Pedale trat, startete für ihr neues, von dem Offenburger Jörg Scheiderbauer geführtes Team Felt-X-Bionic ebenfalls beim Maremma-Cup und belegte hinter ihrer neuen Mannschaftskollegin Blaza Klemencic den fünften Platz. Sowohl Klemencic als auch Morath bestätigten ihre herausragende Frühform und mussten sich schließlich nur der Italienerin Eva Lechner, der Schweizerin Nathalie Schneitter und der Französin Cécile Ravanel geschlagen geben. Morath, deren Stärken vor allem am Berg liegen, zeigte sich hochzufrieden.
Für Alexandra Engen vom St. Märgener Rennstall Rothausc-Cube begann der dritte und letzte Wettbewerb des Cyprus Sunshine-Cup zwischen den antiken Ruinen von Amathous vielversprechend. Die Schwedin kurbelte mit Annika Langvad auf Position drei, während an der Spitze überraschend Mona Eiberweiser (Deggendorf) vor Anja Gradl (Kastl) die Regie übernahm. Das Tempo der Dänin konnte Engen ab der zweiten 7,6-Kilometer-Runde nicht mehr mithalten. Als Weltcupsiegerin Lisi Osl (Österreich) immer stärker wurde, fiel die Schwedin auf den fünften Platz zurück. Für den Rest des Rennens kämpfte die U23-Vizeweltmeisterin mit der Slowakin Janka Stevkova und der Russin Ekaterina Anishova um diesen fünften Rang. Während sie Anishova letztlich in Schach halten konnte, verlor sie das Duell gegen Stevkova und überquerte schließlich mit 4:14 Minuten Rückstand auf Eiberweiser (1:48:27 Stunden) als Sechste die Ziellinie.
"Das war sehr langsam und sehr schmerzvoll, aber der Kurs hat Spaß gemacht", resümierte Engen. "Ich habe mich müde gefühlt vom Training. Aber es gibt keinen Grund, zu klagen. Ich hatte zwei tolle Trainingswochen und ich bin Dritte in der Gesamtwertung." Rothaus-Cube-Teamkollegin Barbara Benkó zollte ebenfalls dem harten Trainingsprogramm Tribut und kurbelte auf Rang acht. Hanna Klein (Freiburg) plagten auf dem ruppigen Kurs altbekannte Rückenprobleme, so dass sie nach einer ordentlichen Startphase zurückfiel. "Ich hatte keine Kraft", befand Klein nach Rang elf.
Heiko Gutmann (Münstertal) beendete das Männer-Rennen über sieben Runden auf dem 31. Platz. Bereits in der Startloop bremste ihn ein Reifendefekt. Gutmann versuchte mit der verbliebenen Luft weiter zu fahren, musste sich dann aber in der ersten Runde doch zum Reifenwechsel entscheiden. So büßte er viele Positionen ein und hatte danach Mühe, auf den zahlreichen Singletrails weiter nach vorne zu fahren. Teamkollege Felix Euteneuer (Freiburg) fiel nach verheißungsvollem Start weit zurück und wurde mit vier Runden Rückstand auf Rang 46 notiert.
Autor: bz
