Starke Rennen von Egger und Gluth

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 29. Mai 2018

Mountainbike

Beim Weltcup der Mountainbiker in Nove Mesto enttäuschen die U-23-Starter des Teams Lexware.

MOUNTAINBIKE. Beim Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) gab es für die Biker aus der Region im Eliterennen erfreuliche Resultate. Georg Egger vom Kirchzartener Lexware-Team wurde 22. und Martin Gluth belegte Rang 29.

Mit einem Platz unter den ersten 30 hatten beide geliebäugelt, Egger hatte die Zielsetzung von seinem Ergebnis in Albstadt eine Woche zuvor hochgerechnet. Rechnen hilft auf der Rennstrecke normalerweise nicht, doch für Nove Mesto hatte Egger nicht zu hoch gegriffen. Auf dem Kurs, auf dem er vor zwei Jahren Vierter bei der U-23-WM geworden war, zeigte der 23-Jährige für seine Verhältnisse ein famoses Rennen und kurbelte von Startposition 61 aus kontinuierlich nach vorne.

In Runde zwei von acht traf er auf Martin Gluth. Dem Freiburger war das Tempo am Anstieg etwas zu hoch, doch ihm gelang in den technischen Passagen wiederholt der Anschluss. So lange, bis sich der Schweizer Fabian Giger dazwischen klemmte. Georg Egger hatte aber im Italiener Gerhard Kerschbaumer eine gute Lokomotive gefunden. "Das war das perfekte Hinterrad", meinte Egger im Ziel. So ging es Position um Position nach vorne. Am Ende war es ein nie erwarteter 22. Platz, 2:31 Minuten hinter Weltmeister und Sieger Nino Schurter. "Ich habe mich super gefühlt, das Ergebnis ist der Hammer", sagte Egger freudestrahlend. Hinter Manuel Fumic (5.) war er zweitbester Deutscher.

Martin Gluth kam 25 Sekunden später ins Ziel und sprach von seinem "international wertvollsten Resultat". "Ich bin am Start verhalten losgefahren, um eventuell ausweichen zu können. Und prompt war es auch so. Erst hat es links, dann rechts gescheppert und ich bin vorbeigekommen", berichtete Gluth. "Ich denke, ich kann sehr zufrieden sein. Die Platzierung spiegelt das wider, was ich im Moment kann."

Tags zuvor mussten die U-23-Mountainbiker des Kirchzartener Lexware-Teams nach der Enttäuschung von Albstadt noch einmal einige schmerzhafte Momente ertragen. Der Nürtinger Luca Schwarzbauer rätselte nach einem 50. Platz, 6:05 Minuten hinter dem Sieger Vlad Dascalu aus Rumänien, was mit ihm los sei. Nach einem glänzenden Start kam er als Vierter aus der 2,8 Kilometer langen Startrunde zurück. Doch dann ging es nur noch rückwärts. Der Nürtinger sprach von einer "mentalen Abwärtsspirale", die ihn sein Potenzial nicht abrufen ließ.

Auch für Jannick Zurnieden war der 87. Platz (9:10 Minuten zurück) unbefriedigend. Der Freiburger hatte mit seiner Pollenallergie jedoch eine nachvollziehbare Erklärung dafür. "Ich habe nur schlecht Luft bekommen. Die Pollen und dann kam auch noch der Staub dazu", so Zurnieden. Teamkollege David List gab nach drei Runden saft- und kraftlos auf.