Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

24. Juli 2012

Uracher MTB-Rennen

Talentprobe auf ruppigem Terrain

Rothaus-Poison-Fahrer dominieren Uracher MTB-Rennen: Hanna Klein, Christian Pfäffle und Kim Riesterer gewinnen ungefährdet.

  1. Stolzes Rothaus-Poison-Trio: Kim Riesterer (links) war schnellste Jugendliche, Lars Koch wurde Zweiter und Weltcupfahrerin Hanna Klein dominierte im Wettkampf der Frauen. Foto: junkel

  2. Rasanter Techniker: Der Neustädter Yves Ketterer (vorne) kurbelte bei den Junioren auf Rang drei. Foto: Helmut Junkel

MOUNTAINBIKE (jun). Ein Klassefeld mit mehreren nationalen Mountainbikemeistern startete bei der 23. Auflage des Uracher MTB-Rennens auf einem anspruchsvollen Kurs. Die Spitzenfahrer nutzten den vorletzten Lauf des Schwarzwälder Tälercups als willkommene Talentprobe. Vom Erfolg verwöhnt wurden dabei die Mountainbiker des St. Märgener Rothaus-Poison-Rennstalls. Teamchef Patrik Faller und Cheftrainer Toni Uecker konnten sich über zahlreiche Erfolge freuen.

Auf dem 2,6 Kilometer langen anspruchsvollen Rundkurs gewann die 25-jährige Freiburgerin Hanna Klein (Rothaus-Poison) klar das Frauenrennen, im Eliterennen der Männer war ihr 19-jähriger Teamkollege Christian Pfäffle eine Klasse für sich und feierte einen klaren Start-Ziel-Sieg. Den "Rothaustag" in Urach rundeten Niklas Grobert und Heiko Hog mit dem Doppelsieg bei den Junioren sowie die deutsche Jugendmeisterin Kim Riesterer (Breitnau) mit dem Sieg und Lars Koch als Zweiter der Jugendklasse ab.

Die Topbesetzung in den mit mehr als 120 Startern besetzten Lizenzklassen bescherte dem SC Urach am Sonntag eine große Zuschauerkulisse und Mountainbikesport auf hohen Niveau.

Werbung


Kurzzeitig getrübt wurde der Renntag durch einen Unfall: In einer spektakulären Abfahrt kam ein Mountainbiker bei hoher Geschwindigkeit ohne Fremdverschulden zu Fall. Der Veranstalter alarmierte den Rettungshubschrauber. Glücklicherweise erwies sich die Verletzung des gestürzten Fahrers als nicht so schwerwiegend, wie befürchtet – die Ärzte diagnostizierten einen Schlüsselbeinbruch.

Zum klaren Start-Ziel-Sieg fuhr in der weiblichen Jugend die 15-jährige Breitnauerin Kim Riesterer vom Team Rothaus-Poison, die in 26:52 Minuten eine Demonstration der Stärke bot. Mit 30 Sekunden Rückstand wurde Clarissa Mai (SC Hausach) Zweite, gefolgt von Anja Greber und Babsi Drexler vom SC Furtwangen. Die Neustädterin Sarah Figy musste sich mit Rang sieben begnügen. Bei den Juniorinnen/Frauen kurbelte die 25-jährige Weltcupfahrerin Hanna Klein (Freiburg/Rothaus-Poison) zum überlegenen Start-Ziel-Sieg in 36:54 Minuten. Sie ließ die acht Jahre jüngere Jessica Benz vom Neustädter Wheeler-IXS-Team um 2:27 Minuten klar hinter sich. Im Kampf um Rang drei hatte Saskia Hauser keine Mühe, sich vor ihrer Schwester Lena (SC Oppenau) durchzusetzen.

Im Rennen der Junioren diktierte der Breitnauer Heiko Hog (Rothaus-Poison) bis zur letzten Runde das Renngeschehen. Timo Reith und Yves Ketterer vom Neustädter Wheeler-IXS-Team erwiesen sich jedoch als hartnäckige Verfolger. In der dritten Runde kämpfte sich Niklas Grobert (Rothaus-Poison) zwischen das Wheelerduo. In der fünften Runde löste Grobert als erster Verfolger Ketterer ab. In der letzten Runde musste Heiko Hog nach einem schmerzhaften Schlag vom Rad. Die Gunst der Stunde nutzte Grobert zur Führung. Trotz eines Plattfußes rettete er den Sieg nach 1:02:57 Stunden sicher mit jeweils 53 Sekunden vor seinem Teamkollegen Hog und Yves Ketterer ins Ziel. Timo Reith wurde Vierter. Simon Gutmann vom RSV Hochschwarzwald kurbelte auf den achten Platz.

Rund wie ein Uhrwerk lief der Muskelmotor von Christian Pfäffle. Der 19-jährige Rothaus-Poison-Fahrer diktierte das Eliterennen über neun Runden nach Belieben und feierte in 1:15,31 Stunden einen überlegen Sieg. Im Kampf um Rang zwei lieferten sich Yannik Brischle, Yannick Burkhardt, Uli Brucker vom Neustädter Wheeler-IXS-Team und Andreas Muckenhirn packende Positionskämpfe. Während Pfäffle einsam an der Spitze seine Runden absolvierte, änderte sich in der Verfolgung die Reihenfolge bis zur dritten Runde ständig.

Nun konnte sich als erster Verfolger auch Burkhardt von Brischle und Brucker lösen. Nach der sechsten Runde waren an der Spitze die Podestränge an den überlegenen Sieger Pfäffle, Burkhardt und Brucker vergeben.

Autor: jun