Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
04. Juli 2008
WIR ÜBER UNS
Jetzt rollen sie also wieder durch Frankreich. Keine Frage: Die Tour de France ist ein sportliches Spektakel, das an Intensität nur schwer zu überbieten ist. Eine Veranstaltung der Superlative, die uns gleichermaßen fesselnd wie zweifelnd in die Rolle des staunenden Zuschauers zwingt. Die Tour gebiert Helden, sie hat sich aber auch als Nährboden des Betrugs erwiesen. Fahrer vieler Mannschaften haben in der Vergangenheit mit Hilfe nicht erlaubter pharmazeutischer Mittel ihrer Leistung auf die Sprünge geholfen. Die Unterschiede zwischen Gut und Böse sind zunehmend verschwommen, sie waren nicht mehr lokalisierbar. Und sind es immer noch nicht. Den Radsport umgibt ein Schleier des Misstrauens – den auch die Medien trotz intensiver Recherche und Berichterstattung nicht vollends zu verscheuchen mögen. Kurzum: Wir sind in einer Zwickmühle. Mutmaßliche Helden wurden einst gefeiert, dann irgendwann verdammt. Ein Hype nach oben und unten. Dies wollen wir nun versuchen zu vermeiden. Indem wir angemessen sachlich berichten, den sportlichen Ereignissen folgend. Nicht mehr ausufernd feiernd, sondern kompakt. Wobei wir den Missbrauch selbstverständlich nicht außer Acht lassen werden.
Werbung
Autor: Michael Dörfler



