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30. August 2011

Déjà-vu-Erlebnis im Pokal

Der SV Weil will heute beim FC Denzlingen den Verbandsliga-Erfolg aus der Vorwoche wiederholen.

  1. Siehst du schon bis zum Pokalfinale? Trainer Marco Schneider (links) und Assistent Thomas Wieck müssen mit dem SV Weil erst einmal im Achtelfinale beim FC Denzlingen bestehen. Foto: matthias kaufhold

FUSSBALL. Marco Schneider hat seinen Fußballern vom SV Weil eines voraus: Er weiß, wie sich ein südbadischer Pokalsieg anfühlt. 1998 gewann der Trainer des Verbandsligisten aus dem Nonnenholz als Spieler des FC Denzlingen diesen Titel und unterlag anschließend mit den Denzlingern in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV 0:3. Am heutigen Dienstag wollen die Weiler den nächsten Schritt auf dem Weg zum erneuten Einzug ins südbadische Pokalfinale gehen – im Achtelfinale beim FC Denzlingen (Anpfiff 17.30 Uhr).

Über den reinen Pokalcharakter mit möglicher Verlängerung und Elfmeterschießen hinaus birgt diese Partie mindestens aus zwei Gründen besonderen Reiz: Erstens standen sich beide Mannschaften erst am vergangenen Mittwoch an gleicher Stelle im Meisterschaftsspiel gegenüber (4:2-Erfolg für Weil), zweitens werden die Denzlinger vom Weiler Ex-Trainer Maximilian Heidenreich betreut, dem ein verdrießlicher Teil der Weiler Anhängerschaft weiterhin die Schuld am Scheitern im zurückliegenden Pokalfinale gegen den FC Teningen (1:2) anlastet.

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"Innerhalb der Mannschaft ist das Spiel kein Thema mehr", versichert Schneider. Die Spielern zögen vielmehr ihre Motivation aus der Tatsache, "dass der Pokal der kürzeste Weg zu einem großen Amateurtitel ist". Da ginge es weder um Rachegelüste noch um Besserwisserei. Überdies sieht Schneider die Denzlinger nach dem Weiler Sieg in der Vorwoche im Vorteil: Der Verlierer sei anschließend gewarnt, und beim Sieger gebe es unterschwellig die Tendenz, sich im zweiten Spiel zurückzulehnen. "Da fehlen dann schnell ein paar Prozent", sagt der Weiler Coach.

Dabei scheinen die Weiler nach zwei Siegen in Folge nun endgültig in der neuen Runde angekommen. Während die eigene Offensive den Trainer nicht nur wegen der insgesamt sieben Treffer überzeugte, sieht er im Defensivverhalten noch Handlungsbedarf: "Vier Gegentore sind eindeutig zu viel." Seine Mannschaft müsse früher und besser in die Zweikämpfe kommen.

Nachdem der SVW nun zweimal hintereinander mit der gleichen Startelf auflief, kündigen sich für das Pokalspiel Veränderungen an. So drängt Imad Kassem-Saad nicht nur wegen seines Treffers beim 3:2-Erfolg gegen Stadelhofen in die Anfangsformation. Er habe im Urlaub den Trainingsplan übererfüllt und ziehe auch im Training voll mit, stellte Schneider fest. Sein Schluss: "Imad will unbedingt." Für die am Knie verletzten Sandro Olveira und Fabian Kluge kommt ein Einsatz wohl noch zu früh.

Autor: Matthias Kaufhold