Für die Bezirksliga tauglich

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Di, 14. August 2018

Elzach

BZ-SERIE ZUR FUßBALLSAISON 18/19 (6): Sportgemeinschaft Prechtal-Oberprechtal bindet erneut Nachwuchs ein.

ELZACH. Mit gerade acht Siegen, fünf davon erst zum Schluss, hat die Sportgemeinschaft (SG) Prechtal-Oberprechtal in der Vorsaison den Klassenerhalt geschafft. Nach einer nervenaufreibenden Spielzeit rettete sich die erste Mannschaft auf Rang 13 und blieb in Bezirksliga.

An 28 Spieltagen stand man auf einem der Abstiegsplätze, nur an zwei Spieltagen nicht, rechnet SG-Vorsitzender Bernhard Disch vor. Trotzdem hat’s gereicht. Einen Anteil daran misst er den vielen Zuschauern zu, die dem Team stets treu blieben. Rund 150 waren es bei jedem Heimspiel und auch auswärts war die Unterstützung immer groß. Das wünscht sich Disch natürlich auch für die neue Spielzeit.

Sportlich in gleicher Richtung denkt Trainer Robert Schäfer, jetzt im zweiten Jahr bei der SG, der auf eine konstanter verlaufende Spielzeit mit weniger Sorgen hofft. Es war zuletzt "ein dünner Kader", ohne Spieler von auswärts und mit vielen jungen Kräfte aus der eigenen Jugend. Dazu kamen verletzungsbedingte, nicht zu ersetzende Ausfälle, analysiert er die lange Schwächephase. Die aber müsse sich nicht wiederholen. Denn die SG habe jetzt ein gefestigtes Team, das durchaus in der Bezirksliga mitspielen kann. Der erfahrene, schon mit höheren Spielklassen vertraute Trainer möchte zwar kein festes Tabellenziel nennen. Doch ein besseres Abschneiden, möglichst ein Platz im Mittelfeld, das erwartet er für 2018/19 schon. Zur Verfügung hat er dafür 20 Spieler, wobei das Team mit einem Altersdurchschnitt von rund 23 Jahren noch jung und sehr motiviert ist.

Vier Abgänge hat es gegeben. Sie werden durch fünf Zugänge ersetzt, die aber ausschließlich aus den eigenen Reihen kommen. Mit Nils Wernet, Jonas Schneider und Florian Becherer sind es erneut Spieler aus der A-Jugend. Reaktiviert wird Claudius Schultis und mit Kilian Winterer gibt der Trainer auch einem bisher in der zweiten Mannschaft – in Kreisliga B – spielenden Akteur eine Chance. Das Aufbautraining läuft seit Ende Juni auf vollen Touren. Vier Einheiten zu je zwei Stunden werden pro Woche absolviert. Sie setzen sich entweder aus dreimal Training und einem Vorbereitungsspiel oder aus jeweils zwei Komponenten zusammen. Gegen Opfingen und Wolfenweiler, Teams der Kreisliga A, wurde bereits zweimal die Form überprüft und gewonnen. "Die Ergebnisse waren besser als die Spiele", urteilte der Trainer, der – verständlicherweise – noch nicht zufrieden war. In seinen Übungsstunden setzt er vor allem auf Ballarbeit. Diese mit hoher Intensität betrieben, sorgt auch für die nötige Ausdauer, verkündet er. Und lässt dabei jeweils zwei Fünfergruppen auf begrenztem Raum schnelles Kurzpass- und Direktspiel trainieren. Gefragt nach taktischen Formationen, antwortet Schäfer, dass dies in der Bezirksliga natürlich nicht so umgesetzt werden kann wie in höheren Klassen. Dies setzt ausgeglichen hohe technische und läuferische Fähigkeiten der Spieler voraus. Aber wenigstens zwei Spielsysteme wird er auch mit seinem Team einstudieren. Wichtige Trainingsziele sind für ihn die Erhöhung der kräftesparenden und die Defensive entlastenden Ballbesitzzeit. Die Fehlerquote im Zuspiel soll gesenkt werden. Dazu bildet das schnelle Umschaltspiel, um vorne erfolgreich zu sein, einen weiteren Übungsschwerpunkt.

Die neue Saison für die SG Prechtal-Oberprechtal begann am 5. August mit einem 1:1 zu Hause gegen den SC March. Auch 2017/18 wird es für das Team nur ein Lokalderby gegen die SG Simonswald geben. Alle Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaft werden in der Vorrunde in Oberprechtal und in der Rückrunde in Prechtal ausgetragen. Die zweite Mannschaft mit Trainer Patrick Weber, im Vorjahr Dritter, wird erneut in der Kreisliga B auf Punktejagd gehen. Der erste Höhepunkt für den Verein ist bereits gelaufen: Die SG als Bezirkspokalsieger 2018 hatte Losglück und traf am 8. August im Verbandspokal auf den Bahlinger SC aus der Oberliga Baden-Württemberg an. Erwartungsgemäß war der Gegner aber eine Nummer zu groß und man unterlag mit 0:4.