Landesligisten schlagen zu

mat, ben, pas, hase

Von Matthias Kaufhold, Benedikt Hecht, Patrick Seeger & Hannes Selz

Do, 23. August 2018

Regio-Fußball

Verbandsligisten verlieren im südbadischen Pokal / Bezirksligist Neuenburg wirft Endingen raus.

FUSSBALL (mat/ben/pas/hase). Tag der Underdogs im südbadischen Pokal. Am Mittwoch setzten sich in allen drei Vergleichen zwischen Verbands- und Landesligisten mit Beteiligung von Bezirksvereinen die klassentieferen Vertreter durch: Der FV Herbolzheim sprang durch einen 3:1-Erfolg gegen den FC Auggen in die dritte Runde. Der FC Teningen behauptete sich beim 1. SV Mörsch ebenso mit 1:0 wie die SF Elzach-Yach beim FV Lörrach-Brombach. Den Vogel schoss Bezirksligist FC Neuenburg mit dem 1:0 gegen den Verbandsligisten SV Endingen ab.

Den Auftakt aus Bezirkssicht machte am Dienstagabend der Oberligist Bahlinger SC, der die Hürde beim Staffel-I-Landesligisten SC Durbachtal mit 7:0 (3:0) souverän nahm. "Es hat gepasst", resümierte Trainer Dennis Bührer. "Wir haben zwei frühe Tore gemacht, sind fokussiert geblieben und haben Spielfreude an den Tag gelegt." Das zweite 7:0 nach dem Liga-Auftakt bei Germania Friedrichstal gelang trotz eines personellen Engpasses im Angriffszentrum. In Fabian Spiegler, Tim Buchheister, Rico Wehrle und Santiago Fischer fallen mindestens noch zwei Wochen lang gleich vier Mittelstürmer aus.

Überraschung in Herbolzheim: Nach der Auggener Führung durch David Held drehte der gastgebende Landesligist durch Robin Fleck und den eingewechselten Thomas Bober (zwei Tore) noch die Partie zum 3:1. Für den FVH-Trainer Sascha Schröder war das Weiterkommen hochverdient. Man habe über 90 Minuten keinen Klassenunterschied gesehen. "Wir sind grad richtig gut drauf, stehen hinten echt gut und sind damit in der Lage, fast jeden Gegner zu schlagen", stellte Schröder fest. Der Auggener Trainer Marco Schneider vermisste bei seiner Mannschaft das Engagement: "Wir haben zu wenig investiert, waren körperlich nicht auf der Höhe. Und dann", so Schneider, "kriegen wir Gegentore, die ein Verbandsligist nicht kriegen darf".

Der Pokalwettbewerb scheint dem FC Teningen zu liegen. Der Landesligist, der alles andere als optimal in die Saison startete, warf den Verbandsligisten 1. SV Mörsch aus dem Wettbewerb. "Wir sind die Partie etwas verhalten angegangen, die Mörscher allerdings auch", meinte der FC-Vorsitzende Thomas Hodel. Der eingewechselte Marcel Heidenreich sorgte mit seinem Treffer zum 1:0 in der 73. Minute für die Entscheidung. Zuvor war bereits Fabio Saggiomo mit einem Lupfer an der Latte gescheitert. "Insgesamt sind wir heute defensiv sehr stabil gestanden", lobte Hodel seine Elf. Einziger Wermutstropfen war der Platzverweis für Saggiomo kurz vor dem Ende.

Die SF Elzach-Yach entwickeln sich immer mehr zum Favoritenschreck. Nach dem Freiburger FC in der ersten Runde zog nun der FV Lörrach-Brombach den Kürzeren. Matthias Bumen war der Held auf Elztäler Seite, als er aus zehn Metern eine Vorlage von Moritz Stratz in die Maschen hämmerte. Zuvor hatten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch geliefert, "doch das Chancenplus lag auf unserer Seite", meinte der Elzacher Pressewart Matthias Dick. Denn bereits vor dem 1:0 hatten sich die Elztäler drei hundertprozentige Torchancen erarbeitet. "Zum Schluss standen wir noch etwas unter Druck, haben das Ergebnis letztlich aber über die Zeit gerettet", so Dick.

Co-Trainer Hans Sexauer, der den verhinderten Beni Pfahler für den SV Endingen in Neuenburg vertrat, wollte nach dem Ausscheiden nichts beschönigen: "ein ganz schwaches Spiel von uns". Der Neuenburger Trainer Sven-Joachim Strauch machte hingegen "eine echt geile Gefühlslage" aus. Die Mannschaft habe taktisch hervorragend die Marschroute umgesetzt, erst ab der Mittellinie eng zu verteidigen. "Wir wussten, wir kriegen dann Konterchancen", so Strauch. Und so kam es: Sulayman Ndoye erzielte das Goldene Tor für Neuenburg (78.).

Zwei Mannschaften mit offenem Visier trafen in Emmendingen aufeinander. So stand es nach 120 Minuten gegen den Landesligisten SV Stadelhofen 4:4. Emmendingen hatte dreimal einen Rückstand aufgeholt. Das Elfmeterschießen entschied der FCE mit 11:10 für sich.

Die dritte Pokalrunde (Achtelfinale) ist für den Tag der deutschen Einheit am Mittwoch, 3. Oktober, angesetzt. Die acht Partien werden am Freitag, 21. September, um 15 Uhr in der Geschäftsstelle des Südbadischen Fußballverbands ausgelost.