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21. November 2011

FC Tiengen ist Herbstmeister

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA INTERN: TuS Lörrach-Stetten und Trainer Werner Gottschling trennen sich am Saisonende.

  1. Mike Kränkel (li., FV Lörrach-Brombach) trifft gegen den SV Buch zum 2:0 und setzt sich hier gegen Denys Martini durch. Foto: Meinrad Schön

FUSSBALL. Die Vorrunde in der Fußball-Bezirksliga Hochrhein ist beendet, und der FC Tiengen hat sich als stärkste Mannschaft etabliert. Auch die Hürde beim TuS Lörrach-Stetten nahmen die Tiengener mit einem 7:2-Kantersieg souverän. Nun führen sie die Tabelle mit drei Zählern an vor dem TuS Efringen-Kirchen, der den SV Schwörstadt mit 3:0 bezwang. Weiterhin eng bleibt es auf den Verfolgerplätzen.

Zum Ende der Saison gehen der TuS Lörrach-Stetten und Werner Gottschling getrennte Wege, teilte Jürgen Jabs, der sportliche Leiter beim TuS, der Badischen Zeitung gestern mit. "Innerhalb der Vorstandschaft haben wir darüber geredet, und sind der Meinung gewesen, dass nach fünf Jahren uns ein frischer Wind gut tun wird. An der Arbeit von Werner gibt es überhaupt nichts auszusetzen."

Trotzdem habe es in den letzten Wochen einige Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft gegeben, sagte Jabs, deshalb habe man auch jetzt sofort Nägel mit Köpfen gemacht. Jabs wird bekanntlich sein Amt als sportlicher Leiter aus familiären Gründen im März des kommenden Jahres zur Verfügung stellen. Nachfolger soll TuS-Spieler Sascha Müller werden. Gottschling war vom Zeitpunkt dieser Trennung doch überrascht: "Wir wollten eigentlich in der Winterpause darüber reden, wie es weiter geht. Ich kann zwar nicht ganz nachvollziehen, warum dies jetzt geschah, akzeptiere aber die Meinung der Vorstandschaft." Jetzt gelte es, so Gottschling, den Abwärtstrend zu stoppen.

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Selten sah man den Wittlinger Trainer Hanspeter Schlagenhof so niedergeschlagen wie nach der 1:2-Niederlage beim SV Murg. "Ich denke, dass der Sieg der Murger nicht verdient war", urteilte Schlagenhof nach dem späten Siegtreffer des eingewechselten Murgers Bayram Cerimi in der Nachspielzeit, der von der Mittellinie zum umjubelten 2:1 getroffen hatte. "Der Schiedsrichter hätte kurz vorher für uns einen Strafstoß pfeifen müssen, da Stefan Beer im Strafraum klar gefoult wurde", sagte er. Murgs Pressesprecher Reiner Rufle zeigte sich hernach ebenfalls fair: "Das war sicherlich ein glücklicher Sieg in einem intensiven Spiel für uns", ordnete er die Leistung seiner Mannschaft richtig ein. Aber die Moral der Platzherren war an diesem Tag grandios. Auch die Platzverweise für Bilal Sevda und Roberto Brogno ließen die Murger unbeeindruckt.

Benjamin Gallmann, der Spielertrainer der SG Schlüchttal, war nach dem 2:2 auf eigenem Platz gegen den FC RW Weilheim untröstlich. 2:0 führte und dominierte seine Elf die erste Halbzeit, war drauf und dran sich in der Spitzengruppe fest zu setzen. Dann aber vergab Gallmann kurz nach dem Seitenwechsel die Riesenmöglichkeit zum 3:0, ehe Tobias Knab im Gegenzug der Anschlusstreffer gelang. "Das ist eine herbe Enttäuschung, dass wir den Sack nicht zugemacht haben", sagte Gallmann. Zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang den Gästen nach einer klaren Leistungssteigerung doch noch der gerechte Ausgleich.

Das Thema Klassenerhalt dürfte beim FC Wallbach nach der 1:5-Heimpleite gegen den FC Erzingen in weite Ferne gerückt sein. "Da hat man keine Argumente mehr, dagegen zu sprechen", zeigte sich Bernd Kroner, der Teammanager bei den Gastgebern, zutiefst enttäuscht über die Leistung seiner Elf, "aber wir waren hoffnungslos überfordert". Auch FCW-Trainer Roland Mutter schob gewaltigen Frust: "Nach sieben Minuten war die Begegnung schon entschieden."

Der Absturz beim FC Wehr hält weiter an. Auch unter Spieler Aytekün Güngör, der Trainer Peter Johann ablöste, kam der Landesligaabsteiger beim FC Hochrhein mit 2:4 unter die Räder. Besonders vor der Pause enttäuschten sie sehr. Nach 45 Minuten lagen sie hoffnungslos mit 0:4 in Rückstand. Erst nachdem die Gastgeber in der zweiten Halbzeit im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel schleifen ließen, kam Wehr dank Treffer von Giovanni Masullo und Mike Häfele noch zur Ergebniskorrektur.

Autor: Werner Hornig