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16. November 2011

Peter Johann sagt adieu

Trainer des FC Wehr hat sein Amt beim Fußball-Bezirksligisten aufgegeben / Güngör leitet Training.

  1. Peter Johann Foto: André Roos

FUSSBALL. Lediglich fünfzehn Spiele lang hat das Engagement von Peter Johann als Trainer beim Fußball-Bezirksligisten und Landesligaabsteiger FC Wehr gedauert. Doch nach der 1:2-Heimniederlage am Sonntag gegen den TuS Efringen-Kirchen ist bereits wieder Schluss. Nach dem Spiel informierte Johann die Mannschaft, die weiterhin auf einem Abstiegsplatz verharrt, darüber, dass er von sofort an sein Amt zur Verfügung gestellt hat.

"Letztendlich gab diese Niederlage schon den Ausschlag für meinen Rücktritt. Aber in erster Linie ist es familiär bedingt, da ich im kommenden Jahr erstmals Vater werde", begründete Johann seinen Schritt, in den "nächsten ein bis zwei Jahren" kürzer treten zu wollen. Obwohl Johann verschiedene Reizpunkte gesetzt hatte, hätten jene keinen Anklang innerhalb des Teams gefunden. "Jetzt müssen sie Farbe bekennen", erklärt Johann. Ganz vom Fußball will er sich zwar nicht verabschieden, doch Priorität habe nun in erster Linie die Familie. "Auf zwei Hochzeiten kann ich nicht tanzen." Johann sieht die Spieler nun in der Pflicht, alles Mögliche zu versuchen, um den Durchmarsch von der Landesliga in die Kreisliga zu verhindern.

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Norbert Mühl, der erste Vorsitzende des FC Wehr, zeigt sich auch überrascht von dieser Entwicklung: "Damit haben wir nicht gerechnet", gestand er gestern auf Anfrage. In den restlichen drei Partien dieses Jahres wird der FCW-Spieler Aytekin Güngör das Training leiten. "Am Donnerstag werden wir uns innerhalb des Vereins zusammensetzen und danach die weiteren Schritte einleiten", sagt Mühl.

Dass dies nicht einfach werden wird, ist Mühl auch klar. Mit aller Macht wolle man den Abstieg in die Kreisliga A verhindern, zumal im kommenden Jahr das 100-jährige Jubiläum der des FC Wehr ansteht. Doch muss der Verein nun einen weiteren personellen Rückschlag verdauen. Denn bereits vor zwei Wochen hat Jörg Heuting, neben Roberto Santoro einer der sportlichen Leiter, aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen seinen Job beim FCW beendet.

Autor: Werner Hornig