Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
25. Januar 2012
Werner Gottschling muss sofort gehen
Fußball-Bezirksligist TuS Lörrach-Stetten trennt sich schon jetzt von seinem Trainer / Nachfolger wird Willy Schmid.
FUSSBALL. Es gärte schon lange zwischen dem Fußball-Bezirksligisten TuS Lörrach-Stetten und Trainer Werner Gottschling. Nach der Negativserie im vergangenen Herbst traten erstmals Risse auf zwischen Spielern und Trainer. Jetzt hat sich der Verein von seinem Coach sofort getrennt – und nicht erst zu Saisonende, wie ursprünglich vereinbart.
Die Unzufriedenheit schlich sich in dieser Saison langsam ein. Zunächst hatte alles noch gut ausgesehen. Der Start lief perfekt und Stetten führte nach zehn Spieltagen mit 23 Punkten die Tabelle an. Doch dann kam der Einbruch: In den restlichen acht Begegnungen holte Stetten nur noch zwei Punkte und wurde von der Tabellenspitze bis auf Rang elf durchgereicht. Jetzt haben die Stettener die Reißleine gezogen und sich am Montagabend von Gottschling getrennt. Dabei hatten die Verantwortlichen um Peter Fluhr und Jürgen Jabs vor ein paar Wochen noch anders geklungen. Sie wollten diese Saison mit Gottschling auf jeden Fall gemeinsam durchziehen. Auf einen Abschied zum Saisonende hatte man sich geeinigt. Doch daraus wird jetzt nichts.Werbung
Am Dienstagmittag gab der Verein den Rausschmiss bekannt: "Wir hatten mit Werner in den vergangenen viereinhalb Jahren eine wunderbare Zeit, in denen er sehr viel im TuS Stetten bewegt hat. Gemeinsam mit anderen Mitstreitern konnte der Aufsteig von der Kreisliga B in die Bezirksliga umgesetzt werden. Dazu hat auch der Spielertrainer Gottschling einen enormen Beitrag geleistet. Dafür und für seinen sonstigen Einsatz im Verein sind wir ihm sehr dankbar", so Jürgen Jabs, der sportliche Leiter. Und trotzdem, so Jabs weiter, habe man sich nun von Gottschling getrennt, nachdem eine gewisse Unruhe innerhalb der Mannschaft aufgetreten sei.
Für Gottschling kam die Trennung nicht ganz unerwartet, nachdem er sich mit einigen Personen in den zurückliegenden Tagen unterhalten hatte. "Ich habe fast schon damit gerechnet", sagte Gottschling am Dienstag. Nach viereinhalb erfolgreichen Jahren sei das natürlich kein schöner Abgang, aber man kenne ja den Sport. "Ich nehme die Entscheidung so hin", sagte er. Was Gottschling in Zukunft machen wird, ist offen. Er lasse diese Angelegenheit jetzt erst einmal sacken. Auf jeden Fall möchte er weiter im Trainergeschäft bleiben.
Die Stettener hingegen sind bei der Suche nach einem neuen Trainer bereits fündig geworden. Nachfolger von Gottschling wird Willy Schmid, der von 2004 bis 2006 den damaligen Fußball-Verbandsligisten FC Steinen-Höllstein trainierte. Das Pikante daran: Gottschling war damals unter Schmid als Spieler aktiv. 2010 übernahm Schmid den FV Lörrach in der Fußball-Landesliga. "Ich bin froh, dass wir für diese schwierige Aufgabe einen absoluten Fachmann für uns gewinnen konnten", sagt Jabs. Mit Schmid soll der Klassenerhalt klappen.
Autor: Werner Hornig
