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10. Oktober 2011
"Die Kurve kriegen"
BZ-Interview zum Spieltag mit Trainer Dieter Schaudt (SV Rust).
FUSSBALL Bezirksliga. Mit drei Siegen aus drei Spielen startete der SV Rust perfekt in die Saison. Seitdem hakt es jedoch: Nur ein Sieg sprang aus den folgenden fünf Partien heraus. Die gestrige Niederlage zu Hause gegen den SV Oberkirch war dabei die zweite in Folge für die derzeit verunsicherte Mannschaft. Hinzu kommt die Tatsache, dass Trainer Helmut Rehmann vor drei Wochen aus gesundheitlichen Gründen sein Traineramt auf unbestimmte Zeit niederlegte. Seitdem trainiert Assistent Dieter Schaudt die Mannschaft. BZ-Mitarbeiter Daniel Weber hat sich mit ihm über die aktuelle Situation unterhalten.
BZ: Warum hat es wieder nicht zum ersehnten Sieg gereicht?Schaudt: Weil wir sechs hundertprozentige Chancen nicht nutzen und der Gegner aus drei Möglichkeiten zwei Tore macht – und das auch noch durch Standardsituationen. Man sieht derzeit einfach, dass die Mannschaft verunsichert ist. Vor allem, da auch Stammspieler verletzungsbedingt fehlen. Die Mechanismen auf dem Platz greifen einfach nicht. Auch, wenn jetzt schon acht Spiele absolviert sind: Die Mannschaft muss sich insgesamt erst noch finden.
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BZ: Zu Saisonstart hatte es den Anschein, als hätte sie das schon.
Schaudt: Der Start war natürlich super, ja. Aber Erfolg übertüncht natürlich auch die Schwachstellen. Und die sieht man eben jetzt. Es ist ja eine runderneuerte Mannschaft, die da spielt. Es gab vor der Saison mehr als zehn Abgänge und Zugänge. Es dauert, bis da Automatismen funktionieren. Wir haben gute Einzelspieler, aber die müssen auch zur Mannschaft werden. Dann hätten wir auch nach dem 0:2 die ganze zweite Halbzeit mutig nach vorne gespielt und nicht erst nach dem Anschlusstreffer kurz vor Schluss.
BZ: Hängt die Verunsicherung auch mit dem Rückzug ihres Kollegen Helmut Rehmann zusammen?
Schaudt: Natürlich war die Mannschaft davon geschockt. Aber ich denke, dass so eine Phase so oder so eingetreten wäre.
BZ: Ist es absehbar, wie lange Helmut Rehmann pausieren wird?
Schaudt: Nein, das muss sich alles zeigen. Ich stelle mich darauf ein, dass ich dieses Aufgabe jetzt erstmal für eine längere Zeit übernehmen werde.
BZ: Sie sind nun Fünfter, Als nächstes geht es zum Tabellenzweiten nach Niederschopfheim.
Schaudt: Für mich kommt dieses Spiel jetzt genau richtig. Ein Spiel gegen ein Topteam ist jetzt leichter als das gegen einen Abstiegskandidaten. Man muss es so sehen: In der letzten Saison sind wir um ein Haar abgestiegen. Jetzt kommt eine Phase, in der sich zeigen wird, ob wir die Kurve kriegen und oben dranbleiben oder ob wir aufpassen müssen, nicht wieder nach unten zu rutschen.
Autor: bz
