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04. Oktober 2011
"Eine positive Niederlage"
BZ-Interview zum Spieltag mit Trainer Meinrad Himmelsbach (SV Niederschopfheim).
FUSSBALL Bezirksliga. Nach einem blitzsauberen Saisonstart mit fünf Siegen und keinem einzigen Gegentor ist der Motor des SV Niederschopfheim in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SV Freistett ist die Mannschaft von Trainer Meinrad Himmelsbach nun vom ersten auf den zweiten Platz abgerutscht. Ihm selbst war das gar nicht so unrecht, wie er BZ-Mitarbeiter Daniel Weber erzählte.
BZ: Nach dem furiosen Auftakt haben Sie nun innerhalb von drei Spielen zweimal gegen direkte Konkurrenten an der Tabellenspitze verloren...Himmelsbach: ...und Gott sei dank sind wir die Tabellenspitze jetzt los. Das war eine verdiente Niederlage. Freistett war eindeutig die bessere Mannschaft. Bis auf die ersten Minuten nach der Halbzeit hatten wir im Grunde gar keine Chance zum Tor. Ärgerlich war nur, dass wir an den ersten zwei Gegentoren selbst schuld waren. Da haben wir uns jeweils dämlich verhalten. Beim 0:1 passen wir bei einem Einwurf in den Strafraum nicht richtig auf und beim 0:2 haben wir uns wie eine Jugendmannschaft verhalten. Bei einem Freistoß direkt vor der Pause sind alle nach vorne gerannt. Dabei raus kam das Gegentor durch einen Konter. Das war ein Knackpunkt.
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BZ: Sind Sie enttäuscht?
Himmelsbach: Nein, gar nicht. Ich werte das als eine positive Niederlage. Die Mannschaft hat jetzt gesehen, dass sie einfach noch nicht so weit ist, ganz oben mitzuspielen. Es geht eben nicht von alleine, wie ein paar der jungen Spieler gedacht haben.
BZ: Sie hoffen auf den Lerneffekt.
Himmelsbach: Ja, sicherlich. Man darf es den Jungs auch gar nicht verdenken. In den letzten Jahren hat der SV Niederschopfheim immer mehr mit Blickkontakt nach unten in der Tabelle gespielt. Ganz oben zu stehen, das waren die jungen Spieler nicht gewohnt.
BZ: Das hat sie nicht daran gehindert, die ersten fünf Spiele ohne Gegentor zu gewinnen.
Himmelsbach: Ja, aber da stand eine andere Mannschaft auf dem Platz. Ich konnte auf den vollen Kader zurückgreifen. Im Moment muss ich aber wegen Verletzungen und Urlaub jonglieren. Da fehlen momentan ein paar Eckpfeiler wie Marco Baumgärtner, der einen Bänderriss hat. Das sieht man einfach. In den nächsten zwei Wochen wird sich unser Lazarett aber wieder lichten.
BZ: Das Saisonziel lautete, im oberen Drittel mitzuspielen. Hat sich daran etwas geändert?
Himmelsbach: Nein, das werden wir nicht korrigieren. Wenn wir oben dranbleiben können, ist das gut für uns. Aber natürlich will man, wenn man mal oben steht, da auch wieder hin. Wir werden sehen, die Saison ist ja noch lang.
Autor: bz
