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12. März 2010
Kicken oder nicht – das ist die Frage
Der Südbadische Fußballverband entscheidet, die Verbandsliga- und Landesligaspiele abzusagen, der Bezirk Offenburg wartet ab.
FUSSBALL. Der Winter ist wieder da – und mit ihm ein Problem. Sollen die Partien frühzeitig abgesagt werden, oder klammert man sich an die Hoffnung, es könne sich doch noch Alles zum Guten wenden? Für Manfred Müller, Vorsitzender des Bezirks Offenburg, ist dies keine Frage: Er will bis Samstag warten und dann entscheiden. Oder er will die Entscheidungen den Platzbeauftragten überlassen. Der Südbadische Fußballverband (SBFV) hat indes entschieden: Die Spieltage der Verbandsliga und der Landesligen finden an diesem Wochenende nicht statt.
Müller wollte sich am Donnerstag auf Anfrage der BZ noch nicht festlegen. "Jetzt sage ich nicht ab. Ich warte ab bis Samstag. Dann kann man immer noch eine Entscheidung treffen. Ich will mir das offen halten. Man weiß nicht, was kommt. Am vergangenen Wochenende, als wir den ganzen Spieltag abgesagt haben, haben manche Vereine ja doch noch Freundschaftsspiele ausgetragen."Bezirksvorsitzender Manfred Müller
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Eberhard Schmoock, Verbands-Spielleiter des SBFV, teilte am Donnerstag mit, dass die Partien in Verbands- und Landesliga nicht ausgetragen werden. "Die Platzverhältnisse sind nicht so, dass sie einen regulären Spielbetrieb zulassen." In den nächsten Tagen wird entschieden, wann der Spieltag nachgeholt wird. Der Ostermontag ist eine Option.
Hans Weiß aus Lahr ist einer von zahlreichen Platzbeauftragten. Er ist für die Plätze von Spvgg. Lahr, FV Dinglingen und TGB Lahr zuständig. Falls die Stadt die Plätze nicht für unbespielbar erklärt und falls weder Verband noch Bezirk eine generelle Absage des Spielbetriebs zuvor erklärt haben, kommen Weiß und Kollegen ins Spiel. Weiß muss bis spätestens um 11 Uhr des Spieltages entscheiden, ob er den jeweiligen Platz für bespielbar hält. Dann soll gesichert werden, dass Schiedsrichter-Gespanne und Gästeteam rechtzeitig informiert werden und nicht vergeblich anreisen.
Jürgen Gackstatter, der Chef der Technischen Betriebe der Stadt Offenburg, und Herr über mehr als 20 Sportplätze, blickte am Donnerstag mit Sorge auf das anstehende Sportprogramm der Fußballer. Ein kollektives Spielverbot liege nicht in seiner Macht, auch wenn er es gerne aussprechen würde. So bleibe ihm nur die Hoffnung auf die Einsicht der Betroffenen "Es gibt einen Kartoffelacker, wenn die mit Stollen spielen" sagt er, "und die spielen mit Stollen."
Autor: Uwe Schwerer und Wolfram Köhli
