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21. November 2011
"Uns fehlen die Leute"
BZ-Interview zum Spieltag mit Spielertrainer Eduard Jung (Spvgg. Lahr).
FUSSBALL Bezirksliga. Die Spielvereinigung Lahr hat schon deutlich erfolgreichere Zeiten hinter sich. Aktuell durchschreiten die Kleeblättler ein ziemlich trübes Tal. Nach dem 0:2 im Heimspiel gegen den Tabellendritten SV Oberkirch ist die Mannschaft von Spielertrainer Eduard Jung auf den vorletzten Tabellenplatz der Bezirksliga abgerutscht. BZ-Mitarbeiter Daniel Weber hat sich nach Schlusspfiff mit dem 27-Jährigen unterhalten.
BZ: Tröstet der Fakt, dass die Niederlage gegen den Tabellendritten zu erwarten war?Jung: Nein, nicht wirklich. Oberkirch hat heute nicht gut gespielt. Und wir auch nicht. Eigentlich war das ein typisches 0:0-Spiel. Zur Halbzeit stand es auch noch so. Dann haben wir doch eine tausendprozentige Chance, machen das Tor aber nicht und im Gegenzug bekommen wir einen Konter und Oberkirch macht selbst das 1:0. In der Schlussphase haben wir dann komplett aufgemacht und auch noch das zweite Tor kassiert.
BZ: Wie schafft man am Ende einer solchen Partie frische Impulse?
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Jung: Das ist derzeit sehr schwer. Fünf Stammspieler haben heute wegen Verletzung oder Schichtdienst gefehlt. Wir hatten nicht mal einen Auswechselspieler auf der Bank.
BZ: Die Personaldecke ist demnach sehr dünn?
Jung: Ja, wir haben zum Beispiel auch keine Zweite Mannschaft, aus der ich heute einen Spieler hätte hochziehen können. Uns fehlen einfach die Leute. Das wollen und müssen wir ändern. Im Jugendbereich funktioniert es als SG Lahr in der Zusammenarbeit mit dem Lahrer FV sehr gut. Die meisten jungen Spieler zieht es danach aber zum LFV, der einen riesigen Kader hat. Uns fehlen Spieler. Ich hoffe, dass wir in der Winterpause ein paar Verstärkungen holen können. Es muss auch wieder Konkurrenzkampf in die Mannschaft.
BZ: Es gibt sicherlich einfachere Situationen für eine erste Saison als Spielertrainer.
Jung: Ja, das stimmt natürlich. Aber mir macht die Aufgabe trotzdem Spaß und ich lerne viel. Gerade mache ich meinen Trainerschein. Aber ich merke schon, dass es schwierig ist, wenn man als Spieler auf dem Platz steht und gleichzeitig das gesamte Spiel überblicken und taktische Änderungen anordnen muss. Mit Alex Werner vom Spielausschuss habe ich einen guten Partner an der Seitenlinie, der mir hilft. Ansonsten muss ich als Spielertrainer in manchen Situationen auch mein eigenes Spiel hinten anstellen. Eigentlich bin ich ja ein offensiver Spieler, zurzeit spiele ich im defensiven Mittelfeld. Ich muss da sein, wo die Mannschaft mich braucht. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde den Klassenerhalt schaffen. Das ist das Ziel.
Autor: bz
