Boom nur bei den Jüngsten

Holger Rohde

Von Holger Rohde

Di, 17. Juli 2018

Jugendfußball

Fußball-Jugendbezirkstag in Dauchingen / Spielabbruch beim Bezirksfinaltag der Junioren.

JUGENDFUSSBALL. Der Jugendbezirkstag in Dauchingen verlief ruhig. Der Bezirksjugendleiter Armin Bader durfte sich über viel Lob nach seinem ersten Jahr im Amt freuen. "Er hat in den letzten zwölf Monaten sehr gute Arbeit geleistet", sagte der Bezirksvorsitzende Kuno Kayan. Der höchste Mann im Fußballbezirk ist mit dem Nachfolger von Ulrich Müller sehr zufrieden, dank des Bräunlingers gab es einen nahtlosen Übergang und auch die Tagung war sehr gut vorbereitet.

"Es war ein ruhiger Abend, da es keine Wahlen gegeben hat und auch keine Ehrungen", so Bader. Die allgemeine Entwicklung im Jugendfußball zeigt sich nicht nur im Bezirk Schwarzwald: Bei den älteren Altersklassen, den B- und A-Juniorenteams, gibt es seit Jahren einen erheblichen Rückgang, dafür boomt seit eh und jeh der Bereich der ganz Kleinen vom Bambini-Alter bis zum Bereich der F- und E-Junioren.

Und hier segneten die Vereine mit breiter Zustimmung eine wichtige Änderung ab, für die sich Bader vehement starkgemacht hatte: "Bei den E-Junioren haben wir festgestellt, dass es im Laufe der Runde in den Staffeln mit sechs bis acht Mannschaften oft zu viele klare Ergebnisse gibt und die Leistungsunterschiede groß sind." Um dies zu verändern, im Klartext die Starken stärker zu fördern und die schwächeren Mannschaften nicht als Kanonenfutter abschießen zu lassen, wurde Folgendes für die Zukunft verändert: Nach der Hinserie im Herbst werden die Ligen neu eingeteilt und es geht bei null Punkten wieder los. Dadurch werden die stärksten Teams zusammen in eine Staffel gesteckt und die schwächeren ebenso. Mit dem Ziel, dass es engere, bessere und ausgeglichenere Spiele auf Augenhöhe geben soll. Eine gute Idee zur Förderung der Leistungsstärken der Kinder. So sollen noch mehr bei der Stange gehalten werden und sich entwickeln können. Der Spaßfaktor soll für alle erhöht werden.

Erhöhen muss sich generell das Verhalten und der Respekt von allen Beteiligten auf und neben dem Sportplatz: Spieler untereinander, Eltern und Zuschauer untereinander, gegenüber den Gegnern und den Schiedsrichtern. Eltern und Trainer haben Vorbildfunktionen und müssen diese vorleben, wie es beispielsweise beim Jugend-Bezirkspokalfinaltag in diesem Jahr nicht der Fall war. Nach einer Hinausstellung hatte es eine Schlägerei gegeben. Sowohl Bader und Kayan sind hier der selben Meinung: "Dass darf in Zukunft nicht mehr passieren, weil das ein schlechtes Licht auf den Nachwuchsfußball wirft, wenn ein Endspiel wegen Tätlichkeiten abgebrochen werden muss."

Modern wird es zukünftig auch im Jugendfußball zugehen. Das Thema digitaler Spielerpass wird in naher Zukunft den Spielbetrieb im Rahmen der neuen Datenschutzbestimmungen erweitern. "Da geht es bei Kindern und Jugendlichen darum, von welchem Alter an Namen und Bilder im DFBnet zu sehen sind, wie die Bilder mit einer Freigabe öffentlich verwendet werden dürfen", erläutert der Bezirksvorsitzende Kayan. Die Entwicklung im Bereich der Aktiven hat sich schon als zeitgemäß und vorteilhaft erwiesen.