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11. Juli 2011

Wer nicht antritt, verzerrt den Wettbewerb

Kritik an selbstgefälligen Meisterteams beim Bezirksjugendtag.

  1. Bezirksjugendwart Harald Fengler (Foto oben, rechts) überreicht den Sepp-Herberger-Preis an den Todtnauer Jugendleiter Matthias Wissler. Neu im Bezirksjugendausschuss (Foto unten, von links): Thomas Bastian, Klaus Keser, Marco Brendle und Ramon Leisinger. Foto: michael neubert

  2. Foto: Michael Neubert

FUSSBALL. Reibungslos funktionierte der Wechsel im Jugendausschuss des Fußballbezirks Hochrhein. Beim Bezirksjugendtag in der Stadthalle Wehr erhielt Bezirksjugendwart Harald Fengler (Albbruck) von den Vereinen einstimmig wieder das Vertrauen. Verena Bastian (Rümmingen, Mädchenreferentin und zuständig für den Hallen- und Pokalwettbewerb) sowie die Staffeleiter Dirk Schäuble (Ühlingen/ gleichzeitig Stellvertreter von Fengler), Armin Schauer (Huttingen), Harald Vetter (Jestetten) und Wolfgang Spohn (Lörrach) wurden wiedergewählt.

Juniorenstrafsachenbearbeiter Werne Bolte (Lörrach) und Staffelleiter Uwe Sütterlin (Märkt-Eimeldingen) kandidierten nicht mehr. Beide wollen in den Bezirksfußball-Ausschuss wechseln. Bolte stellt sich beim Bezirkstag am kommenden Wochenende zur Wahl für den Posten des Aktiv-Strafsachenbearbeiters. Er soll die Nachfolge von Hans-Jörg Zölle (Erzingen) antreten. Sütterlin kandidiert für die Nachfolge des Bezirksvorsitzenden Klaus Denzinger. Ausgeschieden ist aus dem Jugend-Gremium außerdem Staffelleiter Olaf Straube (Wutöschingen).

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Neuer Strafsachenbearbeiter im Juniorenfußball am Hochrhein ist Thomas Bastian (Rümmingen), neuer Staffelleiter der langjährige Vorsitzende des SV Schwörstadt, Klaus Keser. Die beiden Junioren-Schiedsrichter-Obmänner Luigi Satriano (Rheinfelden) und Luigi Lucano (Waldshut) machen Platz für ihre Nachfolger Ramon Leisinger (Kandern) und Marco Brendle (Bad Säckingen). Beide wurden bereits bei der Hauptversammlung der Schiedsrichter-Vereinigung gewählt. Die Jugendversammlung bestätigte die Wahl.

Die Bilanz von Bezirksjugendwart Harald Fengler fiel überwiegend positiv aus. Er freute sich darüber, dass mit den B-Junioren des SV 08 Laufenburg in der kommenden Saison eine Mannschaft in der Oberliga spielt. Die Nullachter waren vor einem Jahr in die Verbandsliga aufgestiegen und schafften den Durchmarsch.

Fengler ärgerte sich jedoch darüber, dass Mannschaften, die den Meistertitel bereits in der Tasche haben, in den letzten Saisonspielen nicht mehr antreten. "Das ist nicht gerecht. Das beeinflusst unter Umständen den Abstieg", so der Bezirksjugendwart. Strafsachenbearbeiter Werner Bolte musste in der vergangenen Saison allein 25 Urteile wegen Spielverzicht und Nichtantretens fällen. Die meisten Urteile fielen am Saisonende.

Unterm Strich freute sich Bolte allerdings darüber, dass er in der vergangenen Spielrunde weniger Urteile aussprechen musste. Im Vorjahr waren es noch 645, in der vergangenen Saison 619. Positiv war auch, dass die Zahl fehlerhaft ausgefüllter Spielberichtsbögen von 133 auf 100 gesunken sind. Dennoch bestätigte Bolte, was Fengler bereits im Vorfeld des Bezirksjugendtags kritisiert hatte: Der Umgangston auf den Sportplätzen werde rauer. Beleidigungen, Pöbeleien und Bedrohungen nähmen Überhand.

Die Zahl der Mädchenmannschaften sei laut Mädchenreferentin Verena Bastian wie bei den F-Junioren rückläufig. Sie schlug den Vereinen vor, nicht nur mit Schulen, sondern auch mit Kindergärten zu kooperieren. Bastian: "Wir müssen wieder an den Nachwuchs kommen – egal ob männlich oder weiblich."

Nach langer Zeit sollten verdiente Vereinsmitglieder wieder im Rahmen des Bezirksjugendtags geehrt werden: Bernhard Thoma (SC Hohentengen), Frank Klenner (FC Bergalingen), Michaela und Roger Küpfer (SV Niederhof), Claudia Sigwart, Jasmina Krum-Hilpert (beide TuS Efringen-Kirchen), Bernd Bürgelin (FV Brombach) und Thomas Sigel (ESV Waldshut). Der Verband versäumte es jedoch, die zu Ehrenden einzuladen. Den Sepp-Herberger-Preis erhielt in diesem Jahr der SV Todtnau.

Autor: Michael Neubert