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14. August 2011 15:27 Uhr
BZ-Interview mit einer Fussball-Wohngemeinschaft
"Verlierer muss abwaschen"
Benjamin Pfahler (27) vom Oberligisten Bahlinger SC, Fabian Beckert (24) vom Landesligisten FC Teningen und Daniel Ohletz (26), Spielertrainer des FC Schallstadt-Wolfenweiler II, leben in Freiburg-Landwasser in einer WG. BZ-Redakteur Claus Zimmermann sprach mit dem Trio.
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Schon Franz Beckenbauer wusste: „Gute Freunde kann niemand trennen“ (v.l.): Daniel Ohletz, Benjamin Pfahler, Fabian Beckert Foto: Privat
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Die Eltern und Daniel Ohletz strahlen, als Fabian Beckert das Trikot von Benedikt Höwedes und den Schalke-Wimpel präsentiert. Foto: Welz
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Benjamin Pfahler im Kaiserstuhlstadion am Ball. Foto: Claus Zimmermann
BZ: Wie kam es zur Gründung dieser Wohngemeinschaft?
Ohletz: Fabian und ich wohnen bereits seit drei Jahren zusammen. Da wir schon einige Jahre zusammen beim FC Wolfenweiler- Schallstadt spielten, waren wir bereits gute Freunde. Als Beni im vergangenen Herbst von seinem Auslandssemester in Spanien zurückkehrte, ergab es sich, dass wir eine Dreier-WG gründeten. Beni und Fabs kennen sich schon von kleinauf.
BZ: Welche Vorteile hat es für einen Fußballer, mit Gleichgesinnten zusammenzuleben?
Pfahler: Niederlagen werden besprochen und Siege können gemeinsam gefeiert werden.
Beckert: Durch das gemeinsame Interesse am Fußball haben wir – ob an der Playstation oder beim Sky-Bundesliga-Nachmittag vor dem Fernseher – immer viel Spaß zusammen. Zudem liegt auf dem Klo immer passende Sportlektüre parat.
Ohletz: Fachsimpeln auf höchstem Niveau kommt hier nicht zu kurz.
BZ: Wie werden in Ihrem Haushalt fußballfernere Themen, wie die Nahrungsaufnahme, Waschen, Bügeln oder Putzen gehandhabt?
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BZ: Gibt’s auch andere Gesprächsthemen als Fußball?
Pfahler: Ja – Frauen!
BZ: Und wenn über Fußball gesprochen wird, gibt dann eher der Trainer den Spielern Tipps, oder umgekehrt?
Ohletz: Seit zwei Jahren betreue ich die zweite Mannschaft in Schallstadt als Spielertrainer. In erster Linie sehe ich mich aber als Spieler. Ich kann von meinen beiden Mitbewohnern, die ja beide super Fußballer sind, nur dazu lernen. Was die unterschiedlichen Taktiken angehen, tauschen wir uns allerdings querbeet aus.
BZ: Schauen Sie sich auch mal Spiele Ihrer Mitbewohner an?
Beckert: Da der FC Wolfenweiler- Schallstadt ja mein Heimatverein ist, besuche ich natürlich oft die Spiele. Da mir einige Leute von meinem Ex-Verein VfR Hausen ans Herz gewachsen sind, bin ich auch dort des Öfteren am Spielfeldrand zu sehen. Ich schaffe es aber auch einige Male pro Saison zum BSC.
Pfahler: . . . wenn es zeitlich möglich ist, natürlich. Oft spielen aber gerade Fabs und ich zeitgleich.
Ohletz: . . . Ich versuche, so viele Spiele wie möglich von den beiden zu besuchen. Die Highlights waren in den vergangenen Monaten mit Sicherheit der Klassenerhaltskrimi am letzten Spieltag der Oberliga in Bahlingen, das südbadische Pokalfinale zwischen dem FC Teningen und dem SV Weil in Bötzingen – und das Spiel des FC Teningen gegen Schalke 04 in der ersten Runde des DFB-Pokals.
BZ: Mit dem 1:11 gegen Schalke hat Fabian Beckert das absolute Saison-Highlight vermutlich schon hinter sich. Besteht da nun nicht die Gefahr, die "normalen" Pflichtspiele auf die leichte Schulter zu nehmen?
Beckert: Das Spiel im Badenova Stadion vor mehr als 21 000 Zuschauern war natürlich der absolute Hammer, und wird wohl in meiner zukünftigen Karriere nicht mehr zu toppen sein. Trotzdem – oder gerade deswegen – wird aber der Spaß und Ehrgeiz am Kicken bei mir nicht weniger, und ich bin heiß darauf, dieses Jahr mit dem FCT um den Aufstieg mitzuspielen.
BZ: Auch Beni Pfahler hatte beim 11:0 im Oberliga-Auftaktspiel gegen Illertissen sein früh-saisonales "Elfer"-Erlebnis. Ist damit das Trauma der vergangenen Runde, in der viele Unentschieden den BSC in Abstiegsgefahr brachten, schon überwunden? Geht es jetzt so torreich weiter?
Pfahler: Das 11:0 war mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis, aber ich hoffe natürlich, dass wir als Mannschaft weiterhin überzeugen und viele Tore schießen werden. Bei den spielstarken Stuttgarter Kickers II sollten wir eine Reaktion auf das Pokal-Aus zeigen (der Bahlinger SC schied am Mittwoch nach einem 2:2 nach Verlängerung beim FC Bötzingen als klassenhöherer Verein aus dem südbadischen Pokal aus, Anm. d. Red.).
BZ: Ihr Tipp – was wird Ihre Mannschaft am Wochenende erreichen?
Ohletz: Ein 4:2-Sieg beim FSV Ebringen II.
Beckert: Ein 4:1 gegen die SF Elzach-Yach.
Pfahler: Einen 2:1-Sieg bei den Stuttgarter Kickers II.
Autor: cz


