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22. November 2011

Der FV Fahrnau legt ein Sechs-Punkte-Winterpolster an

Rund um die Kreisliga A: Ein etwas glücklicher 2:1-Sieg gegen Rot-Weiß Lörrach / FC Bosporus Weil rutscht immer tiefer in die Krise.

  1. Der Kanderner Daniel Brändlin (links) kann sich hier gegen Jochen Knoll aus Liel nicht durchsetzen. Foto: Meinrad Schön

FUSSBALL. Herbstmeister FV Fahrnau verabschiedete sich in der Kreisliga A, Staffel I, mit einem Polster von sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Huttingen vorzeitig in die Winterpause. Die jungen Wilden von der Fahrnauer Ruhm bezwangen die alten Hasen von Rot-Weiß Lörrach nun auch im Rückspiel mit 2:1.

"Aufgrund des größeren Siegeswillens war der Sieg verdient", befand FVF-Trainer Michael Geßner. Er sei wie eine "Krönung der positiv verlaufenen Vorrunde". Vor dem Wechsel dominierten die Rot-Weißen den Gegner klar, überließen danach aber selbstzufrieden den unnachgiebigen Gästen das Feld. "Wir haben aufgehört Fußball zu spielen und mit langen Bällen operiert. Warum, weiß ich auch nicht", ärgerte sich RWL-Coach Bülent Bülbül. Dennoch wäre seiner Ansicht nach ein Remis angemessen gewesen, mit etwas Glück auch ein Sieg.

Der FC Huttingen zementierte den zweiten Tabellenrang mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen den FC Steinen-Höllstein II und weist jetzt drei Zähler Vorsprung auf den FC Kandern auf. Kanderns Fußballtrainer Rolf Sutter sehnt die Winterpause herbei. Der größte Teil seines Spielerkaders ist krank oder verletzt. Das machte sich auch bei der 0:3-Niederlage beim SV Liel-Niedereggenen deutlich bemerkbar. "Dennoch haben wir in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt", lobte Sutter seinen verunsicherten Mannschaftsrest, aber wenn es schon schlecht läuft, kommt auch noch Pech hinzu. Kandern verbuchte lediglich noch zwei Metalltreffer.

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Noch tiefer als Kandern steckt der FC Bosporus Weil in der Personalmisere. Bei der 1:6-Schlappe in Bad Bellingen mussten sich sogar Trainer Franco Viteritti und der Vorsitzende Teberdar Yilderim das schwarz-rote Trikot überziehen. Fast mitleidig meinte Bad Bellingens Coach Hanno Heitz nach der einseitig verlaufenen Partie: "Die stecken noch tiefer in der personellen Bredouille als wir." Er ist froh um den errungenen Dreier, der immerhin Punktegleichheit mit dem Rangdritten FC Kandern ergab.

Immer besser in Fahrt kommen derweil der lange abgeschlagene TuS Kleines Wiesental und der SV Todtnau. Die Tegernauer trotzten dem hochgehandelten FC Hauingen einen Punkt ab (1:1), wobei die Begegnung innerhalb von hundertzehn Sekunden entschieden war. Todtnau revanchierte sich derweil beim Schlusslicht SV Schopfheim mit 3:1 für die zum Saisonauftakt daheim erlittene Hinspielniederlage.

Keinen Sieger fand das fair ausgetragene Reblandderby in Efringen-Kirchen, wo die gastgebende Bezirksligareserve zum lautstarken Ärger von Isteins Coach Michael Gentner einen zwischenzeitlich angemessenen 0:2-Rückstand noch zum schlussendlichen 2:2-Endergebnis aufholte. Nicht verhehlen wollte der SVI-Trainer seine Anerkennung über den Efringer Anschlusstreffer durch Phillipp Soder per Sonntagsschuss.

Besondere Brisanz weisen in der Staffel II die Rheinfelder Stadtderbys auf. So auch die Lokalbegegnung in Degerfelden, die der Gast aus Karsau mit 3:2 gewann. Ausschlaggebend für den Gästesieg waren die beiden Feldverweise, die sich die selbst in Unterzahl noch leicht feldüberlegenen, aber dadurch merklich geschwächten Gastgeber einhandelten. In der 79. Spielminute konnte sich der Degerfelder Swen Neugebauer nur noch mit einer Notbremse behelfen, die Referee Ralf Brombacher mit der zweiten Roten Karte ahndete. Den folgenden Foulelfmeter verwandelte Erik Brandner zum vielumjubelten Gästesieg.

Autor: Reinhold Nagengast