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19. April 2011

Für SF Schliengen und FC Kandern wird die Luft immer dünner

Rund um die Kreisliga A: SC Rheinfelden 03 bezwingt TuS Lörrach-Stetten mit 2:0 / Enrico Ciccarella wechselt von RW Lörrach zum SV Weil II.

  1. Tänzchen gefälligst? Der Torschütze zum 2:1 für den TuS Kleines Wiesental, Marco Winkler (links), gegen Lörrachs Waldemar Pasunkin Foto: Felix Held

FUSSBALL. Auch am 20. Spieltag haben in der Fußball-Kreisliga A, Staffel I, die vom SV Weil II angeführten vier Spitzenclubs ihre Reihenfolge in der Tabelle beibehalten. Immer prekärer wird die Situation in der Abstiegszone für die SF Schliengen (2:3 gegen FV Brombach II) und den FC Kandern.

Beide Clubs sind in der Rückrunde noch sieglos. Da hilft es auch nicht, wenn man, wie die nochmals verjüngte Kanderner Elf beim FC Bosporus Weil, zwar überwiegend spielbestimmend agiert, sich aber im Torabschluss unfähig erweist und verliert (0:2). Anders der FC Bosporus mit der drittbesten Rückrundenbilanz: "Wir standen hinten gut und freuen uns über die drei Zähler", sagte dessen Trainer Franco Viteritti.

Im Alphabet extrem auseinander, in der Tabelle Nachbarn sind Bad Bellingen und Zell. Im Duell allerdings stellten die Bad Bellinger das klar überlegene Team, mussten aber durch ein Last-Minute-Tor von Manuel Klug noch den Zeller Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen. "Das Zeller Tor war wie vernagelt, wir hätten 8:0 gewinnen müssen", ärgerte sich VfR-Coach Hanno Heitz einerseits, andererseits lobte er die Leidenschaft, mit der sein Team um den Sieg kämpfte: "So kommen wir da unten noch raus."

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Ebenfalls noch in der Gefahrenzone befindet sich Liel/Niedereggenen. Mit ihrem unkomplizierten Spiel lagen die Sprudeldörfler beim Spitzenreiter SV Weil II gar bis zur 75. Minute mit 2:1 in Führung, ehe Daniele Cassetta die Partie noch zugunsten der Gastgeber kippte. "Unser Konzept, den Weiler Spielfluss zu unterbinden, hat hervorragend geklappt", sagte der zufriedene Lieler Trainer Michael Graf trotz der schlussendlichen 2:3-Niederlage. Stinkesauer über die Art und Weise dieser Unterbindung blieb SVW-Coach Andreas Schepperle wortkarg: "Arbeitssieg - Hauptsache gewonnen."

Das gleiche Fazit zog Trainer Joachim Boos vom Tabellendritten TuS Kleines Wiesental nach dem glücklich errungenen 3:1-Heimerfolg gegen Rot-Weiß Lörrach. "Leider ist die Belohnung für unseren starken Beginn zunächst ausgeblieben, die Tore haben wir dann aber doch noch gemacht." Das war denn auch der Ausschlag gebende Unterschied zu den das Spiel bestimmenden Rot-Weißen. "Die Wiesentäler hätten sich über eine 0:5-Niederlage nicht beklagen dürfen", trauerte RWL-Trainer Bülent Bülbül den dennoch verlustig gegangenen Punkten nach, "trotzdem bin ich nicht traurig, schließlich haben wir sehr gut gespielt und das steht bei uns im Vordergrund." Bekannt wurde zudem, dass Enrico Ciccarella zur kommenden Runde von RWL zum SV Weil II wechseln wird.

Weniger gut gespielt hat der SV Istein zu Hause gegen den FV Fahrnau und verdient mit 1:3 verloren. Trainer Michael Röttgen, der den SV Istein nach drei Jahren zum Saisonende verlässt, ist zuversichtlich, dass sein Team die "magische 33-Punkte-Grenze" noch erreichen wird. Froh darüber, dieses Mal die Chancen genutzt und sie nicht wie gegen Rheinfelden vergeben zu haben, war dagegen Fahrnaus Coach Michael Geßner.

"Das war unsere beste Saisonleistung" frohlockte Spielausschuss Jürgen Zöhner vom Tabellenzweiten SC Rheinfelden. Sein Team besiegte den TuS Lörrach-Stetten "absolut verdient" mit 2:0. "Chancen hatten wir nicht weniger, vielleicht hat Rheinfelden den Erfolg mehr als wir gesucht", anerkannte TuS-Trainer Werner Gottschling das SC-Erfolgserlebnis, "aber wir werden dran bleiben bis zum letzten Spieltag."

Autor: Reinhold Nagengast