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15. November 2011

SV Nollingen jetzt 771 Minuten ohne Gegentor

Rund um die Kreisliga A: Der SV Eschbach sichert sich die Herbstmeisterschaft / Turbulenter 5:4-Sieg des FV Degerfelden gegen Wehr II.

  1. Auf ihn mit Gebrüll: Der Rheinfelder Tunahan Kocer (rechts) bedrängt den Bad Säckinger Damer Ghilamichael. Foto: Michael Neubert

FUSSBALL. Der SV Eschbach ist Herbstmeister der Fußball-Kreisliga A, Staffel II, verfolgt von den Rheinfelder Klubs FV Degerfelden und SV Nollingen. Auf dem heimischen Geläuf ist Eschbach sogar ohne Punktverlust. Degerfelden ist zuhause unbesiegt, der SV Nollingen hingegen auf auswärtigem Gelände ohne Niederlage und zudem seit 771 Minuten ohne Gegentreffer.

Einfach hatten es die Eschbacher beim SV Waldhaus gewiss nicht, denn die Gastgeber verzeichneten ein Plus an Tormöglichkeiten und trafen beim Stande von 1:1 durch Manuel Bächle nur den gegnerischen Torpfosten. "Eschbach wäre heute durchaus zu besiegen gewesen", befand SV-Waldhaus-Trainer Michael Schuchter . Den Unterschied aus machte wieder einmal Stefan Arzner mit seinen beiden Treffern zum 2:1-Erfolg. Der Eschbacher Torjäger hat mit seinen bisher 21 Treffern mehr Tore erzielt als der SV Waldhaus insgesamt.

"Hätten wir doch nur ansatzweise so einen Knipser, wie ihn der SV Eschbach besitzt", seufzte Thomas Eschbach, der Bad Säckinger Coach, im Hinblick auf die derzeitige Unfähigkeit seiner Angreifer, die sich darbietenden Chancen zu verwerten. Wenigstens traf Benjamin Adams im Nachschuss an einen von Angelo Pennella getretenen und vom SC-Torwart zunächst abgewehrten Foulelfmeter noch zum 1:1-Endstand. Der Rheinfelder Neuzugang Kevin Suckert schied kurz nach seiner Einwechslung mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus und wird den Gästen in dieser Runde wohl nicht mehr zur Verfügung stehen.

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In der torreichsten Begegnung des 13. Spieltages besiegte der FV Degerfelden den FC Wehr II in einer turbulenten Schlussphase noch mit 5:4. "Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben", ärgerte sich SVW-Coach Jürgen Lonardoni, schließlich lag seine Truppe zweimal in Führung und verfügte über die bessere Spielanlage.

Dann folgte in der 88. Minute die für Wehr verhängnisvolle Situation: Anstatt nach einer verletzungsbedingten Spielunterbrechung den Ball wie üblich ins Seitenaus zu befördern, um ihn vom Gegner wieder zurück zu erhalten, wurde die Kugel von einem Wehrer Spieler einfach direkt dem Gegner überlassen. Der wieselflinke Degerfelder Edwin Kuuya ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 4:3. "Das fand ich zwar sportlich nicht in Ordnung", kritisierte Lonardoni diese Aktion, "aber wir sind eben selbst schuld".

Für Aufsehen sorgt derweil Klassenneuling FC Binzgen. Sieben Auftaktniederlagen in Serie folgten nunmehr sechs Siege hintereinander. Auch der SV Obersäckingen hatte im Laufenburger Stadtteil trotz weitgehend ausgeglichenem Spiel mit 1:4 das Nachsehen. "Binzgen spielt auf seinem Platz so clever, wie man dort spielen muss", befand Gästespielbetriebsleiter Thomas Fischer. In der nicht einfach zu leitenden Partie verdiente sich der erst 14-jährige Schiedsrichter Jonas Brombacher (Kandern) ein Sonderlob sowohl von Fischer als auch von FCB-Trainer Karl Asal.

Der SV Niederhof kam gegen den SV Albbruck zu einem glücklichen 2:1-Erfolg und konnte sich dadurch aus der Abstiegszone entfernen. SVN-Spielbetriebsleiter Patrick Zeller hofft auf zwei weitere Dreier und damit einen "versöhnlichen Abschluss vor der Winterpause".

In der Staffel III schmilzt der Vorsprung des SV Eggingen. Der Herbstmeister ist als einziger Verein noch ohne Niederlage, Schlusslicht FC Birkendorf ist bisher noch sieglos.

Autor: Reinhold Nagengast