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08. November 2011
Zöhner kritisiert körperlosen Futsal-Stil des SC Rheinfelden 03
Rund um die Kreisliga A: 1:6-Klatsche gegen SV Niederhof / TuS Kleines Wiesental verlässt mit 1:0-Sieg beim Tabellenführer FV Fahrnau letzten Tabellenplatz.
FUSSBALL. Nach zwölf Spieltagen hat der SV Nollingen, derzeit Tabellendritter der Kreisliga A, Staffel II, lediglich drei Gegentreffer hinnehmen müssen. Dirigiert wird die stabile SVN-Abwehr von ihrem aus Kuba stammenden Torhüter Dany Quintero. "Quintero" heißt auf Deutsch "Gutspächter". In der Tat scheint der Nollinger Torwart den eigenen Strafraum für sich gepachtet zu haben. Und wenn es mal brenzlig wird, ist er sich nicht zu schade, auch mal lautstark nach Gutsherrenart seinen Mitstreiter zusammenzustauchen.
Beim flott und engagiert, aber stets fair geführten Derby gegen den FV Degerfelden stand Quintero vor dem Seitenwechsel Fortuna zur Seite. In Halbzeit zwei kam Nollingen besser ins Spiel und erkämpfte sich mehr Spielanteile. Mit der torlosen, insgesamt gesehen gerechten Punkteteilung waren denn auch beide Trainer zufrieden.
Das Karsauer Spiel lebt vorwiegend von Kampf und Siegeswillen. Das musste auch der FC Bad Säckingen erfahren und sich mit 1:2 geschlagen geben. Nicht zu übersehen ist aber auch die Fähigkeit der Blau-Weißen zu blitzsauberen Spielzügen mit konsequentem Abschluss, wie sie in der zweiten Halbzeit durch den agilen Patrick Heger zum nicht unverdienten 2:1-Erfolg gegen die Kurstädter führten. "Jetzt sind wir wieder da, wo wir hin wollen", freute sich der zufriedene SVK-Coach Andreas Birras über den sechsten Tabellenplatz.
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Ganze drei Punkte holte der SC Rheinfelden aus den jüngsten fünf Spielen. Vom Ergebnis her bedeutet die herbe 1:6-Klatsche gegen Niederhof den Tiefpunkt. Dabei unterschieden sich beide Teams von der Spielweise und den Anteilen gar nicht so sehr voneinander. Den entscheidenden Unterschied sah der frustrierte SC-Spielleiter Jürgen Zöhner darin, dass Niederhof das Spiel gewinnen wollte, "und wir haben körperloses Futsal gespielt, den Gegner geradezu zum Toreschießen eingeladen". Heute, Dienstag, sollen klärende Gespräche erfolgen.
Weil in der Staffel I der FV Fahrnau dem TuS Kleines Wiesental mit 0:1 unterlag und der FC Kandern gegen den SV Todtnau über ein torloses Remis nicht hinauskam, wird der Herbstmeister erst am letzten Spieltag der Hinrunde gekürt.
Michael Geßner, Trainer des FV Fahrnau, machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf, denn sie habe in diesem Spiel zwar zu wenig investiert, insgesamt gesehen aber "eine Klasse-Runde gespielt. Die Niederlage wirft uns deshalb nicht um."
Siegerlaune herrschte derweil beim TuS Kleines Wiesental über den dritten Dreier aus vier Spielen: "Allmählich haben wir wieder alle Mann an Bord und finden zu unserer alten Stärke zurück", kommentierte TuS-Coach Joachim Boos und brachte das Spielergebnis auf den Punkt: "Wir haben als Letzter gegen den Spitzenreiter gewonnen, also haben wir alles richtig gemacht."
Komplett und in Bestbesetzung fegte Rot-Weiß Lörrach den bisherigen Tabellendritten VfR Bad Bellingen mit 6:2 aus dem Grüttpark-Stadion. "So wollen wir das", sagte RWL-Trainer Bülent Bülbül zufrieden nickend, "nur das Abwehrverhalten muss sich noch bessern".
Auch beim FC Huttingen zeigt die Formkurve wieder nach oben. Die Elf von Gerd Gutwein war vor zirka 200 Besuchern im "Chlotze-Derby" beim SV Istein das glücklichere Team. Einmal mehr musste der Isteiner Coach Michael Gentner seine blau-weißen Unglücksraben nach zwar überlegenem Spiel mit zwei Metalltreffern, aber einem Eigentor aufrichten.
Autor: Reinhold Nagengast
