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12. September 2011
"Nicht mal Nebensache"
BZ-Interview zum Spieltag mit Trainer Helmut Curtaz (SC Friesenheim).
FUSSBALL Kreisliga A Süd: Vier Spiele, drei Niederlagen, ein Sieg. Die Bilanz des Aufsteigers SC Friesenheim zu Saisonbeginn liest sich ausbaufähig. Trainer Helmut Curtaz zeigt sich im Gespräch mit BZ-Mitarbeiter Daniel Weber nach der jüngsten 1:4-Niederlage im Heimspiel gegen den FSV Seelbach dennoch zuversichtlich, was den Verlauf der restlichen Runde angeht.
BZ: Sie kommen nicht so richtig aus den Startlöchern.Curtaz: Ja, so kann man das sagen. Und genau so war es im heutigen Spiel auch wieder. Die erste halbe Stunde haben wir komplett verschlafen. Als wir aufgewacht sind, stand es schon 3:0 für Seelbach. Danach haben wir gut gespielt. Aber das war eben viel zu spät.
BZ: Zahlen Sie als Aufsteiger gerade das berüchtigte Lehrgeld?
Curtaz: Es spielt schon mit rein, dass die Spieler gerade merken, dass das Spiel in der Kreisliga A schon ein anderes ist. Die Zweikämpfe werden enger geführt und das Spiel ist schneller. Trotzdem bin ich guten Mutes. In den ersten beiden Spielen, die wir verloren haben, hat ja noch die halbe Mannschaft gefehlt. Jetzt sind wir wieder komplett und haben im letzten Spiel ja auch den ersten Sieg geholt. Die Mannschaft kann Fußball spielen. Sie ist technisch versiert. Man muss ihr jetzt halt einfach ein bisschen Zeit geben. Panik ist nicht angebracht.
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BZ: Wie lautet ihr Saisonziel?
Curtaz: Das Ziel ist der Klassenerhalt, sonst gar nichts. Alles andere ist nicht mal Nebensache. Die Mannschaft ist sehr jung und muss noch viel lernen. Ich glaube sogar, dass wir die jüngste Mannschaft der Liga haben. Der Altersschnitt liegt bei etwa 21 Jahren. Uns fehlt halt auch ein bisschen ein Routinier, so wie es Torjäger Michael Westphal einer ist. Er hat in der vergangenen Saison viel zum Aufstieg beigetragen, ist jetzt aber kürzergetreten und wird nur noch im Notfall mal aushelfen.
BZ: Wie sieht die langfristige Planung des SC Friesenheim aus?
Curtaz: Weit voraus in die Zukunft blickt hier im Verein niemand. Wir machen kleine Schritte und schauen dann immer weiter. Für den Verein ist es eine schöne Sache, dass eine Mannschaft da ist, die nach fast zehn Jahren den Aufstieg geschafft hat. Es ist ein erstes Erfolgserlebnis, nachdem der Verein in den Neunziger Jahren ja erfolgreiche Zeiten mit Verbandsligarunden hatte. Danach ging es leider Schritt für Schritt immer weiter nach unten. Jetzt wollen wir einfach den Klassenerhalt in der Kreisliga A schaffen, unsere junge Mannschaft zusammenhalten und nach Saisonende kann man dann schauen ob und wie man mit einzelnen Verstärkungen die nächsten Schritte gehen kann.
Autor: bz
