Muss José Rodrigues mit 49 wieder ran?

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Von lea & Jürgen Ruoff

Fr, 13. April 2012

Kreisliga Schwarzwald

Bernau plagen Personalsorgen, den SV St. Märgen ebenso.

FUSSBALL-KREISLIGA A 2 (lea/off). José Rodrigues ist 49. Das ist ein Alter, in dem der Körper Höchstleistungen nicht mehr so bereitwillig annimmt wie mit 20. Dennoch hat Rodrigues in der Hinrunde zweimal seine Knochen in Kreisliga-A-Spielen hingehalten, als der FC Bernau in Hölzlebruck und in Gutmadingen spielte. Rodrigues will eigentlich nicht mehr einspringen, "weil die Knie dann immer so wehtun". Andererseits will er als Trainer seine Mannschaft auch nicht hängen lassen, wenn Not am Mann ist. Weil für das Spiel am Wochenende gegen Pfohren wieder etliche Stammspieler ausfallen, könnte Rodrigues’ Hilfe erneut vonnöten sein. Fuß und Auge sind immer noch Fußball-tauglich, an Schnelligkeit und Fitness mangelt es ihm jedoch.

Seiner Mannschaft, dem FC Bernau, mangelt es im Frühjahr zudem bisher an Erfolgserlebnissen. Dreimal ist die Mannschaft nach der Winterpause angetreten, dreimal hat sie verloren. Das Vorbereitungsdefizit durch den Winter ist bei den Bernauern besonders ausgeprägt. Die Auftaktniederlage in Fützen fiel mit 0:5 besonders deftig aus. Zuletzt beim 0:2 gegen Bonndorf II war die Bernauer Mannschaft schon etwas näher an einem Punktgewinn dran. "Wir haben die spielerischen Defizite fast aufgeholt", sagt Rodrigues, "jetzt werfen uns allerdings Verletzungen und Ausfälle zurück".

Den FC Pfohren hält der Bernauer Trainer für eine "gute Mannschaft, im Hinspiel hatten wir wenig zu bestellen". Das soll am Samstag (16 Uhr) anders werden. "Egal welche Mannschaft jetzt kommt, wir müssen anfangen zu punkten", fordert Rodrigues, denn das Punktepolster des Tabellen-13. auf die gefährliche Zone ist geschmolzen.

Auch die personelle Situation beim SV St. Märgen ist angespannt. Vor dem Auswärtsspiel in Immendingen hat Trainer Holger Wursthorn einige Sorgenfalten auf der Stirn. Fünf Stammspieler sind verletzt, berichtet er, "der Kader muss mit anderen Spielern aufgefüllt werden". Nach der Heimniederlage gegen Grafenhausen hat der Tabellenzwölfte die Osterfeiertage genutzt, um "Wehwehchen auszukurieren".

Trainer Wursthorn weiß um die Stärke des TuS Immendingen, dennoch ist er zuversichtlich: "Das ist das Schöne am Fußball, es ist immer irgend etwas zu machen. Wir wollen dort was reißen, wir wollen Punkte holen." Ziel des SV St. Märgen ist es, so Wursthorn, die beiden Immendinger Angreifer Marcel Winkler und Naser Berisha in den Griff zu bekommen. "Die Beiden machen das Spiel bei Immendingen. Wir wollen und werden taktisch dagegen vorgehen."