"Wir dürfen nicht blind drauflosrennen"

jb, off

Von Johannes Bachmann & Jürgen Ruoff

Fr, 23. März 2012

Kreisliga Schwarzwald

Hölzlebrucks Trainer verordnet eine defensive Gangart / St. Märgen zum Kellerduell in Möhringen.

FUSSBALL-KREISLIGA A II (jb). Für die Hochschwarzwälder Fußballclubs gab es zum Auftakt der Frühjahrsrunde nichts zu gewinnen. Mit einer Ausnahme: Der SV Grafenhausen setzte sich in Pfohren dank einer taktisch klugen Leistung mit 2:0-Toren durch und kann am kommenden Wochenende auf Rang vier klettern – vorausgesetzt, es klappt mit dem fest eingeplanten Heimsieg gegen den Tabellendritten FC Bräunlingen. SVG-Trainer Markus Blatter ist zuversichtlich, "dass da was geht. Die Mannschaft ist kompakt und meine Jungs bauen nicht mehr solche Bolzen wie in der Vorrunde."

Uli Zäh, Trainer des SV Hölzlebruck, musste mit seiner Elf eine bittere Niederlage verdauen. 0:4 hieß es beim Spitzenreiter in Gutmadingen, doch Zäh, der sich nach schwachen Spielen seiner Elf bisweilen in Rage redet, mochte seinem Team keinen Vorwurf machen. "Die Jungs haben probiert, was geht, aber Gutmadingen war einfach deutlich besser." Zäh erinnert sich an eine meisterwürdige Leistung der Platzherren, die treffsicher agierten und trotz aller Angriffslust mit einer soliden Abwehrleistung die Hölzlebrucker Möglichkeiten zunichte machten. Mit Rang zehn will sich Zäh gleichwohl nicht zufriedengeben. Nach oben klettern will er mit seiner Elf. Dazu gibt es am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz im Neustädter Jahnstadion beim Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Fützen/Epfenhofen Gelegenheit. Zäh hofft auf die Rückkehrer Nico Ruf, Thomas Fischer und Marius Schlenker und verordnet eine defensive Gangart. "Wir dürfen nicht blind drauflosrennen."

Holger Wursthorn, Trainer des Tabellendreizehnten SV St. Märgen, war am vergangenen Wochenende mit seiner Mannschaft nur Zuschauer, weil der Platz des SVM unter einer 30 Zentimeter dicken Schneeschicht verborgen lag. Jetzt ist das Weiß bis auf einen kümmerlichen Rest getaut. "Sieben Tage mehr Vorbereitungszeit haben uns gut getan", weiß Wursthorn, der mit seinem Team nur ein Ziel kennt – den Klassenerhalt. In Möhringen (11.) sei deshalb Zählbares Pflicht.