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20. November 2009

Das Zugpferd lahmt

SV Rust ist gegen den Vierten VfR Achern nur Außenseiter – und in sieben Heimspielen ohne Sieg

  1. Wütende und niedergeschlagene Ruster: Ein Bild, das in dieser Saison häufig zu beobachten war. Foto:  Peter Aukthun (A)

FUSSBALLL LANDESLIGA: SV Rust – VfR Achern, Sonntag, 14.30 Uhr, Allmendwaldstadion. "Bei uns sieht es eigentlich gut aus", sagt Benno Kassel. Die Worte des Ruster Interimstrainers lassen aufhorchen. Doch er fügt an: "Von der Tabelle und den Punkten her natürlich nicht". Nach acht sieglosen Spielen und ohne Sieg auf eigenem Platz herrscht etwas Ratlosigkeit.

Annähernd 70 Minuten hielt Rust bei der Niederlage beim Lahrer FV mit. Durch individuelle Fehler im Defensivverhalten gab es dann vermeidbare Gegentreffer. Gegen den Vierten wird am Sonntag mit Kapitän Dirk Hauser zudem eine Stütze in der Abwehr ausfallen. Kassel: "Er wird uns fehlen. So einen Spieler kann man auch nicht einfach ersetzen, gerade in unserem Problembereich." Sein Hauptaugenmerk liegt nun darin, wie dieser Ausfall am besten zu lösen ist.

Aus den drei Spielen vor der Winterpause möchte Kassel schon noch drei, vier Punkte mitnehmen. Aufgeben gibt es nicht. "Es gibt ja auch noch eine Rückrunde und einige Mannschaften, die nicht besser als wir dastehen", so Kassel. Er hat immer noch die Hoffnung, dass der Knoten eines Tages platzt. Vielleicht schon am Sonntag gegen eine Mannschaft, gegen die Rust eigentlich Außenseiter ist. Achern hat zwar seit dem fünften Spieltag nicht mehr verloren, zuletzt aber auch nicht berauschend gespielt.

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"Die erste Mannschaft ist das Zugpferd des Vereins und in einer solchen Situation muss man auch mal helfen", sagt Frank Rausch. Der 31-jährige Allrounder kommt sowohl in der Defensive als auch im Mittelfeld oder im Sturm zum Einsatz. "Mit der zweiten Mannschaft sind wir Tabellenführer, aber es würde doch nichts bringen, wenn die Reserve auf- und die Erste absteigt", so Rausch. So haben er und Michael Korta ihre Unterstützung zugesichert, obwohl Rausch eigentlich nicht mehr in der Landesliga spielen wollte, was auch mit der Entlassung von Jan Herdrich zu tun hatte. Rausch: "Wir sind gut miteinander bekannt, aber jetzt ist überhaupt kein erfahrener Spieler mehr in der Mannschaft." Die vielen jungen Spieler sind wohl die Hauptursache für die Negativserie. "Sie spielen nicht mehr so unbekümmert wie zu Beginn der Saison, sie machen sich zu viele Gedanken", sagt Rausch und fügt hinzu: "Mit einem guten Start kann man nach der Winterpause noch einiges wett machen."

Autor: Udo Künster