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09. August 2010

FC Zell gibt scheinbar sicheren Sieg aus den Händen

Fußball-Landesligist führt auf eigenem Platz gegen Aufsteiger SC Wyhl bis zur 86. Minute mit 3:1, spielt am Ende aber nur 3:3.

  1. Gestrauchelt: Ralf Kiefer (grün, FC Zell), erzielte zwar das Tor zum 3:1, doch die Zeller konnten den Vorsprung nicht über die Zeit retten Foto: Felix Held

FUSSBALL. Jeweils zwei Tore innerhalb weniger Minuten und ein umstrittener Handelfmeter – mit einem kuriosen 3:3-Unentschieden ist der FC Zell zu Hause gegen Aufsteiger SC Wyhl in die Saison der Fußball-Landesliga gestartet.

In der Anfangsphase wirkten die Zeller überlegen, sie erspielten sich mehrere gute Chancen, hatten aber auch immer wieder Probleme, wenn die Wyhler schnell aus ihrer Hälfte nach vorne spielten. So passte das 1:0 für die Wyhler eigentlich ins Bild. Zell hatte vorne zwei gute Möglichkeiten, nutzte sie nicht und hatte beim anschließenden Konter der Wyhler in der 23. Minute, den Andreas Futterer erfolgreich abschloss, das Nachsehen. In der Halbzeit fand dann wohl Trainer Kurt Schwald, für den es seine erste Partie als Cheftrainer des FC Zell war, die richtige Ansprache. Stürmer Johannes Rapp jedenfalls schaffte in seinem ersten Spiel für die Aktivmannschaft einen Einstand nach Maß. In der 49. Minute stand er nach einem Zuspiel von rechtsaußen goldrichtig und netzte zum 1:1 ein. Nur eine Minute später war er erneut im 16 Meterraum zu Stelle und hämmerte den Ball zum 2:1 in die Maschen. Die Zeller waren nun drückend überlegen und hatten mehrere große Chancen, um den Vorsprung noch weiter auszubauen. Es dauerte aber bis zu 73. Minute, bis die Hausherren wieder jubeln konnten. Diesmal war es Ralf Kiefer, der nach einem Zuspiel von Rene Wagner, erneut von rechtsaußen, zum 3:1 abschloss.

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Den sicher geglaubten Sieg gaben die Zeller dann aber aus der Hand. In der 86. Minute pfiff Schiedsrichter Tobias Doering einen umstrittenen Handelfmeter, den Benjamin Rohrer sicher zum 3:2 verwandelte. In der 89. passten die Zeller in der Abwehr nicht richtig auf, was der eingewechselte Marlon Hämmerle mit dem 3:3 Endstand bestrafte. "Das darf man nicht mehr hergeben. Wir haben heute das Spiel allein entschieden und zwei Punkte hergegeben", war Kurt Schwald nach dem Spiel enttäuscht.

Autor: Felix Held