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02. Dezember 2011
Null Toleranz beim FC Steinen-Höllstein
Trainer Joachim Trautwein: "Der nächste, der eine Tätlichkeit begeht, fliegt aus der Mannschaft".
FUSSBALL. Basta. Aus. Trainer Joachim Trautwein hat keine Lust mehr auf die Disziplinlosigkeiten in seiner Mannschaft. Als am vergangenen Sonntag sein Spieler Faruk Cam wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde, rumorte es in Trautwein wie selten zuvor. Jetzt kündigt er eine harte Gangart an: Der nächste, der eine Tätlichkeit oder ein ähnliches Vergehen begeht, fliegt aus der Mannschaft.
Die Auswirkungen jenes Spiels gegen Lörrach-Brombach sind selbst Tage später noch in der Stimme des Trainers zu hören. Bevor er auf das nächste Spiel gegen Untermünstertal zu sprechen kommt, redet er noch einmal Klartext. "So etwas schadet dem Verein, dem Renommee und letztlich mir", sagt er. Außerdem habe man dadurch einige Punkte liegen gelassen. Drei allein im Spiel am vergangenen Sonntag gegen Lörrach-Brombach. Der Verein ist seit längerem nicht unbedingt als fairer Gegner bekannt. Disziplin war in Steinen-Höllstein zuletzt ein Problem. Dies war ein Grund, weshalb man Trautwein nach Steinen lotste.
Lange ging es gut. Erst vor ein paar Monaten hat Trautwein, wie er sagt, dazwischengehauen. Hitzkopf Cam sei einer, der "die Lektion nicht gelernt habe". Er sei ein Kandidat für solche Verhaltensmuster, einer, der in der Vergangenheit öfter aufgefallen sei.
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"Ich will Linie und Ordnung", sagt Trautwein deshalb. Mit Cam selbst gab es bis Dienstag Sendepause. Am Abend habe er der Mannschaft seine neue Linie dargelegt. Fortan gilt null Toleranz. Dies schon für das nächste Spiel in der Landesliga. Der FC Steinen-Höllstein muss am Sonntag nach Untermünstertal reisen. Trautwein erinnert sich an ein knappes Hinspiel. "Damals haben wir in der Bruthitze einen Punkt geholt. Die haben uns ganz schön zu schaffen gemacht." Als Vorbereitung für das Spiel trainiert Trautwein seit dieser Woche auf dem Kunstrasenplatz in Tegernau. Er möchte auf das künstliche Grün in Untermünstertal gewappnet sein. Als Gemeinderat und Ur-Tegernauer hat er einen besonderen Draht in den Schwarzwald. Dort ist der Ton manchmal rauer.
Autor: Andreas Frey
