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30. August 2010

Wyhl vergoldet Traumstart

LANDESLIGASPIEL DES TAGES: BSC-Keeper Jungkeit erweist seinem Team einen Bärendienst.

  1. SCW-Kapitän Thorsten Schwab (links) im Zweikampf im Dauerregen mit Martin Räpple. Foto: Doppelpass

FUSSBALL. Der SC Wyhl ist endgültig in der Landesliga angekommen. Nach dem 2:1 (1:1)-Heimsieg über die Oberligareserve des Bahlinger SC stehen nunmehr acht Punkte zu Buche. Von einem so guten Start hätte Trainer Simon Ehret nicht einmal zu träumen gewagt.

Wohl aber hatte er, der die Wyhler bereits im siebten Jahr betreut, im Vorfeld des Derbys ein 2:1 gegen den BSC auf der Rechnung. "Damit könnte ich gut leben", hatte er während der Teambesprechung kundgetan. Dabei hat er sich an die sechs Duelle in der Bezirksliga erinnert, von denen seine Elf viermal den Platz als 2:1-Sieger verlassen hatte.

Allerdings verlief der Auftakt der Derby-Neuauflage in der höheren Spielklasse aus Wyhler Sicht alles andere als vielversprechend. Rino Saggiomo trat einen Freistoß derart perfekt, dass der Ball für SC-Keeper Steffen Hanselmann unerreichbar an die Unterkante der Latte und von dort zur 1:0-Führung für die Bahlinger hinter die Linie sprang. In der Folge bewahrte BSC-Schlussmann Armin Jungkeit seine Elf mehrfach vor dem möglichen Ausgleich. Eine unglückliche Figur machte er freilich, als ihm nach einem Kopfball von Simon Seiler der Ball zum 1:1 durch die Hände rutschte. Allerdings hatte es zuvor mächtig geregnet. So waren Ball und Rasen nass und unberechenbar geworden.

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Auch im zweiten Spielabschnitt stand Jungkeit mehrfach im Mittelpunkt und verhinderte einen neuerlichen Rückstand. Endgültig zur tragischen Figur wurde er in der Schlussphase, als er sich zu einer Tätlichkeit an SC-Stürmer Seiler hinreißen ließ und des Feldes verwiesen wurde. Benjamin Rohrer ließ beim Strafstoß Ersatztorhüter David Guy keine Chance und traf zum 2:1. Dabei blieb es bis zum Ende. Denn in der Nachspielzeit verfehlte ein Flugkopfball von BSC-Akteur Felix Wolf das Wyhler Tor nur knapp.

SC-Coach Simon Ehret war hochzufrieden: "In Steinen haben wir die zwei Remis zum Start vergoldet und konnten heute nachlegen. Das war wichtig, zumal wir nächste Woche spielfrei sind und dann in Teningen antreten müssen."

BSC-Trainer Edmir Bilali war nach dem Abpfiff sichtlich bedient. "Selber schuld", befand er. Dennoch sei es schade für sein junges Team, das alles gegeben habe: "Doch der Fußball ist manchmal eben ungerecht."

Autor: Andreas Klein