Ein klebriger Ball und zwei glückliche Tore

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Di, 28. August 2018

Landesliga Staffel 3

Der Löffinger Trainer Uli Bärmann hadert nach dem 1:1 bei der SpVgg. F. A. L.: "Es wäre deutlich mehr drin gewesen".

FUSSBALL-LANDESLIGA. Hätte jemand vor dem Auswärtsspiel des FC Löffingen bei der Spielvereinigung Frickingen-Altheim-Lippertsreute (kurz: F. A. L.) Uli Bärmann einen Punkt vorausgesagt, hätte er die Ausbeute "in Ordnung" gefunden. Für den Löffinger Trainer zählt F. A. L. nach wie vor zur Landesliga-Oberschicht, auch wenn die Mannschaft nicht gut gestartet ist und derzeit nur auf Rang zehn liegt. Nach den 90 Minuten im Sportzentrum Frickingen, die mit einem brüderlichen 1:1-Unentschieden endeten, stellte der Löffinger Trainer allerdings nüchtern fest: "Es wäre mehr drin gewesen, deutlich mehr."

In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft sehr viele Fehlpässe gespielt, erzählt Bärmann. Einige vermuteten, dass der neue Ball, mit dem gekickt wurde, daran schuld sein könnte. Denn die Spieler hatten subjektiv das Gefühl, dass das neue Spielgerät ein bisschen an den Fußballschuhen klebt. Dem Löffinger Torwart Dominik Osek war es zu verdanken, dass die Rothosen in der ersten Halbzeit keinen Gegentreffer kassierten. Was die Abwehr durchließ, wehrte er ab.

Auf der anderen Seite gelang Benjamin Gaudig die 1:0-Führung für Löffingen. Im Mittelfeld war der Ball erobert worden, Marco Bürer spielte ihn in die Tiefe auf den Löffinger Torjäger. Dem rutschte der Ball laut Bärmann beim Schuss "vom Schlappen", heraus kam ein krummes Ding, das an den Pfosten sprang, von dort an den Torwart Dominic Ruther prallte und so den Weg hinter die Linie fand. "Ein bisschen glücklich", wie auch Bärmann findet. Allerdings fiel der Ausgleich der SpVgg. F. A. L. in der zweiten Halbzeit auf ähnlich glückliche Weise: Ein 16-Meter-Schuss wurde von Daniel Fuß’ Schienbein so unglücklich abgefälscht, dass Osek im Löffinger Kasten chancenlos war. Während F. A. L. meistens mit langen Bällen operierte, versuchten es die Löffinger "von Etage zu Etage", wie es der Coach nennt. Soll heißen: Passspiel durch die Mannschaftsteile. Was in einigen Phasen jedoch zu schlampig praktiziert wurde.

Kevin Hoheisels Chance wird zurückgepfiffen

Für Bärmanns Empfinden hätte seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit entschlossener und konsequenter auf das zweite Tor spielen müssen. Nach dem 1:1 hatte Kevin Hoheisel die große Konterchance zum 2:1, aber die Aktion wurde vom Schiedsrichter wegen Abseits zurückgepfiffen, obwohl Hoheisel aus der eigenen Hälfte gestartet war. Eine Fehlentscheidung, die wahrscheinlich jene zwei Punkte kostete, denen Bärmann nun nachtrauert.